Wir feiern Geburtstag. Der christliche Hilfsbund im Orient begeht dieses Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Das ist ein Grund zur Freude und zum Dank für Gottes gute Führung über ein Jahrhundert hindurch. Doch bleiben wir dabei nicht stehen. Wir blicken nach vorne – auch in schwierigen Zeiten, wie diesen. Für uns ist die 125 mehr als eine Zahl. Sie steht für unser Jubiläumsprojekt, um Christen im Irak eine Zukunft zu geben. Worum es geht lesen Sie HIER. 

 

Zum Weihnachtsfest 2020 durften wir Menschen in Aleppo eine Freude machen. An Kinder und Erwachsene aus der armenisch-evangelischen Bethel Gemeinde in Aleppo wurden Winterjacken und Stiefel verteilt. Zudem konnten Menschen mit Lebensmittelen versorgt werden. Pfarrer Harout Selimian hat das Projekt koordiniert. Folgenden Zeilen schrieb er uns darüber wie das Weihnachtsprojekt “Geteilte Freude ist doppelte Freude” in seiner Gemeinde ankam.

“Wir sind den HILFSBUND-Freunden sehr dankbar, dass sie uns durch das Weihnachtsprojekt eine große Freude gemacht haben. Die Erinnerungen an dieses tolle Projekt werden noch einige Zeit andauern. Da bin ich mir sicher. Solch ein Weihnachtsprojekt ist eine tolle Möglichkeit die Liebe Jesu ganz praktisch weiterzugeben – gerade in diesen schwierigen Zeiten. Ich will Ihnen einmal aufzählen, was diese Unterstützung mir und meiner Gemeinde bedeutet:

Da sind einmal die Kinder, deren Gesichter einmal wieder Freude ausstrahlten in einer Zeit der Pandemie. Menschen bekamen wieder ein Gefühl davon was Normalität sein kann … An Weihnachten war das Thema Armut für die Menschen nicht mehr so stark im Vordergrund. Solche Projekte vermitteln den Menschen Hoffnung, dass sie nicht vergessen sind. Das ist sehr wichtig. Dieses Projekt hat ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl unter den Menschen gestiftet.”

VIELEN DANK an alle Hilfsbund Freunde, die durch ihre Spenden dieses Projekt erst möglich gemacht haben.

In der folgenden Galerie sehen Sie noch ein paar Bilder der Verteilaktion in den Räumlichkeiten der Bethel Gemeinde.


Zunächst sah es so aus, als würde der Nordirak vom Coronavirus verschont bleiben. Noch im Februar konnte unser Projektbegleiter Matthias Schüttler problemlos einreisen. Als sich das Virus doch weiter verbreitete, reagierte die Zentralregierung schnell und schloss die Außengrenzen. Die Regierung im Nordirak verhängte auch frühzeitig einen Lockdown. Es gab nur wenige Corona-Fälle. Doch kam es anders als gedacht. Das Virus hatte dann doch noch “voll zugeschlagen” – eine zusätzliche Belastung für das Land, neben all den anderen Herausforderungen. Unsere Partnerorganisation CAPNI hatte etliche Infektionen zu verkraften. Die meisten Krankheitsverläufe waren jedoch mild. Gott sei Dank!

Die für Oktober geplante Reise in den Nordirak war nicht möglich. Der für November geplante Runde Tisch mit den Partnern CAPNIs in Budapest fand online statt. Trotz aller räumlichen Distanz war eine große gegenseitige Wertschätzung und familiäre Atmosphäre zu spüren.

CAPNI hat in 2020 mit vollem Einsatz gearbeitet. Das Motto „Keep the hope alive“ sollte auch in diesem Jahr gelebt werden. Wir als Hilfsbund freuen uns einen Beitrag dazu geleistet zu haben. Insgesamt 60.000 € konnten wir als Hilfsbund beisteuern. Menschen im Nordirak erhielten dadurch eine Ausbildung. Und auch weitere Arbeitsplätze konnten durch unsere Unterstützung geschaffen werden. Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle an alle Hilfsbund Freunde, die das möglich gemacht haben.

Auch im nächsten Jahr, dem 125 jährigen Bestehen des Hilfsbundes, möchten wir uns mit einer besonderen Spendenaktion für die Christen im Irak einsetzen. Anfang des kommenden Jahres werden wir Sie über Details zur Spendenaktion informieren.

Anfang Dezember war Projektkoordinator Lukas Reineck für eine Woche im Libanon. Er besuchte nach der Detonation vom 4. August in Beiruts Hafen unsere Partner der armenisch-evangelischen Kirchen UNION in Beirut. Der Wiederaufbau und die Renovierungsarbeiten von Gemeinden und weiteren zur UNION gehörenden Gebäuden, wie Schulen, Bürogebäude und einem Altenheim konnten in den letzten Wochen gut abgeschlossen werden. In der zweiten Phase des Projektes wird sich der caritative Arm der UNION darum kümmern, dass die Menschen gut durch den Winter kommen – Lebensmittel und Medikamente werden gegenwärtig dringend benötigt.

Im Libanon kommt gerade viel zusammen. Anhaltende Korruption sowie eine Wirtschafts- und Bankenkrise lasten schwer auf den Schultern der Menschen. Die Corona Krise und schließlich die Detonation im August sind zu viel für das kleine Land am Mittelmeer. Der Libanon bräuchte eigentlich ein Wunder.

In den Begegnungen mit Menschen im Libanon ist Ratlosigkeit und Hoffnungslosigkeit zu spüren. 2020 ist noch nicht vergangen, aber ob 2021 für den Libanon ein besseres Jahr wird glauben momentan die Wenigsten vor Ort.

In zwei Beiträgen beim ERF und im Medienmagazin PRO können Sie ein Stimmungsbild zur gegenwärtigen Situation im Libanon bekommen.

Um zu den Beiträgen zu gelangen, bitte die Links unten anklicken:

ERF: Weihnachten nach der Explosion. Wie Christen in Beirut das Fest der Geburt Christi feiern.

PRO Medienmagazin: „Die Zahl der Christen im Libanon wird schrumpfen“

 


Am Sonntag erreichte uns die Nachricht, dass unser langjähriger Hilfsbund-Vorsitzender Pfr. i.R. Rainer Geiss am 20. Dezember zu seinem himmlischen Vater heimgegangen ist.

Über 40 Jahre lang hat Rainer Geiss als Vorstandsmitglied die Arbeit des Hilfsbundes wesentlich geprägt. Von 2001 bis 2019 war er Erster Vorsitzender unseres Hilfswerkes.

In die Amtszeit von Rainer Geiss fallen wichtige Grundsatzentscheidungen, wie z.B. die Gründung der Stiftung Christlicher Hilfsbund im Jahre 2004. Wichtig war Rainer Geiss vor allem die geistliche Ausrichtung unserer Arbeit. Das hat den Hilfsbund geprägt und Spuren hinterlassen. Als er im vergangenen Jahr den Vorsitz beim Hilfsbund in jüngere Hände legte, gab er uns noch das Wort aus Matthäus 10,7 mit auf den Weg: „Jesus spricht: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe herbei gekommen.“

Er schrieb dazu: „Die Botschaft des Evangeliums ist keine Last und kein Gesetzeskatalog, der einzuhalten ist. Es ist die frohe Botschaft, dass in Jesus die Schuld vergeben ist, dass Lebenssinn und Hoffnung auf Gottes Reich, hier bereits Freude und Standhaftigkeit wirkt. Wir verkündigen nicht das Ende der Welt … Wir sagen es laut: Gottes Reich ist nahe herbei gekommen.“

Wir schauen dankbar auf das, was unser himmlischer Vater uns mit unserem Bruder Rainer Geiss geschenkt hat. In SEINER Hand dürfen wir ihn wissen. Unsere Fürbitte gilt seiner Frau Ruth und der ganzen Familie.

Andreas Baumann

Theol. Leiter und Geschäftsführer

Christl. Hilfsbund im Orient e.V.

Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Nicht nur, dass uns alle die Corona-Pandemie betraf, sondern auch die Detonation in Beiruts Hafen und der Krieg in Bergkarabach waren für unsere Arbeit einschneidende Erlebnisse. In seiner Videobotschaft bedankt sich Geschäftsführer Dr. Andreas Baumann herzlich bei den Hilfsbundfreunden, die es erst möglich gemacht haben, dass wir unseren Partnern in 2020 Hilfe und Rückhalt geben konnten.

Gemeinsam mit unseren Partnern aus dem Irak, Syrien, Armenien und Libanon wollen wir in dieser vorweihnachtlichen Zeit, auf das schauen was uns der Prophet Jesaja zusagt:

“Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.” Jesaja 9:5

 

Gott sei Dank! Dieses Mal sind wir mit unserer Zeitschrift, der “Impulse”, (nicht) ganz aktuell. Der Krieg in Armenien ist vorbei. Auf unserem Cover war es noch anders zu lesen. Doch durch die Vermittlung von Russland kam es zu einem Friedensabkommen zwischen Aserbaidschan und Armenien. Die Menschen in Armenien erleben gerade die schwersten Zeiten seit Jahrzehnten. Der Krieg hat die Menschen aus den Kampfgebieten vertrieben. Mindesten 100.000 Flüchtlinge sind aus der autonomen Republik Berg-Karabach nach Armenien geflohen, ob sie wieder in ihre Gebiete zurückkehren können ist fraglich. Unsere Partnerorganisation DIACONIA versorgt die Menschen bei ihrer Ankunft in Armenien mit dem Nötigsten – Decken, Lebensmittel und Hygieneartikel. Und plant mit ihnen soweit wie möglich die nächsten Schritte.

“Manchmal fühlt es sich so an, als wollte all das Leid einen innerlich überrollen. In solchen Situationen ist mir das Wort aus 2. Timotheus 1,7 wichtig geworden: „Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Stellen wir uns ihm zur Verfügung, dann kann er uns gebrauchen, egal wie begrenzt wir sind!”, schreibt der Hilfsbund Geschäftsführer Andreas Baumann im Editorial der aktuelle Impulse-Ausgabe.

Was für eine wichtige und ermutigend Bibelstelle in diesen besonderen Zeiten.

In dieser Impulse-Ausgabe finden Sie aktuelle Berichte aus unseren anderen Projektländern Libanon, Syrien und Irak. Gerne können Sie die Impulse bei uns als PDF-Dokument oder als Magazine kostenfrei bestellen. Dafür einfach HIER KLICKEN!   

Über jedes neue Abo freuen wir uns!

 

 

Gottesdienste 

Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über die Webseiten der Gemeinden oder der Veranstaltungen, ob und in welcher Form die Gottesdienste in 2021 abgehalten werden. Die aktuelle Entwicklung zu Corona bleibt abzuwarten. 

Sonntag, 14. Februar 2021,  19:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Evangelisch-Landeskirchliche Gemeinschaft Wiederstein – Zeppenfeld e.V.

Sonntag, 28. Februar 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Evangelische-Gemeinschaft Bad Homburg

Sonntag, 21. März 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Stadtmission Worms 

Sonntag, 28. März 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Lukas Reineck, Stadtmission Frankfurt Niederrad

Sonntag, 28. März 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Stadtmission Offenbach

Sonntag, 9. Mai 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Stadtmission Lörrach 

Sonntag, 9. Mai 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Lukas Reineck, Stadtmission Rüsselsheim/Rauenheim 

Sonntag, 23. Mai 2021, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Lukas Reineck, Stadtmission Frankfurt Nied 

Sonntag, 6. Juni 2021, 10:30 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Gemeinde am Park, Bad Nauheim 

Sonntag, 28. November, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Lukas Reineck, Chrischona Gemeinde Burkhardsfelden

Sonntag, 28. November, 10:00 Uhr: Jubiläumsgottesdienst mit Andreas Baumann, Immanuel Gemeinde Jettingen

Veranstaltungen

Samstag, 18. September 2021, Mitgliederversammlung des Christlichen Hilfsbundes im Orient e.V. Weitere Informationen folgen.

Samstag, 6. November 2021, „Geburtstagsfeier“ anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Christl. Hilfsbund im Orient e.V., in der Erlöserkirche Bad Homburg. Weitere Informationen folgen.

 

 

 

„Unzähligen syrischen Familien fehlt eine Grundversorgung. Gar an eine Behandlung ihrer Kriegs-Traumata zu denken, ist in weiter Ferne. Viele haben endgültig die Hoffnung auf ein besseres Syrien verloren. Doch ist Weihnachten eine besondere Zeit. Gerade auch wegen all dem Erlebten ist es für mich immer wieder wunderbar zu sehen, dass sich die Menschen trotzdem auf Weihnachten freuen. Und vielleicht auch auf ein kleines Wunder hoffen.“ Pfarrer Harout Selimian aus Aleppo

In diesem Jahr wollen wir syrische Familien aus der Bethel-Gemeinde in Aleppo versorgen. Neben Lebensmitteln sollen Familienmitglieder ein Paar warme Winterstiefel und eine warme Winterjacke erhalten.

Die Kosten liegen jeweils bei rund 40 Euro. Wir sind gespannt, wie viele Familien wir komplett ausstatten können und freuen uns, wenn viele mitmachen, gerne auch mit einer kleineren Spende!

Spendenkonto

IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20
BIC: GENODEF1EK1 Ev. Bank Frankfurt

Spendenzweck: Weihnachtsprojekt Syrien

 


“Für jeden Familienvater ist es eine Herausforderung geworden, die eigene Familie mit dem täglichen Brot zu versorgen. Wir sind Gott dankbar für Partner in Deutschland wie den Christlichen Hilfsbund im Orient. Eine Weihnachtsaktion mit Lebensmittelpaketen, Winterjacken und Winterschuhen für die Menschen in Syrien ist für uns ein großes Geschenk. Nur durch die Unterstützung unserer Freunde aus Deutschland können wir die Sorgen der Familienväter etwas lindern. Die Menschen werden sich noch über Weihnachten hinaus an solch eine Aktion erinnern. Es ist eine großartige Möglichkeit die Liebe Jesu weiterzugeben.”, so Pfarrer Selimian

Falls Sie etwas mehr über das Weihnachtsprojekt erfahren möchten, können Sie gerne über unsere Homepage eine aktuelle Ausgabe unseres Magazins Impulse bestellen. Dazu bitte HIER KLICKEN.  

Seit dieser Woche gibt es ein Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan. Immerhin! Vermittelt hat dieses Friedensabkommen der russische Präsident Vladimir Putin. Armenien wird einen Teil Bergkarabachs an Aserbaidschan abtreten müssen. Das Abkommen sieht auch vor, dass russische Beobachtungstruppen nach Bergkarabach entsandt werden, um weitere mögliche Kampfhandlungen zu verhindern.

Was das für Armenien bedeutet kann man nur erahnen. Eines ist sicher: Weitere Menschen aus Bergkarabach und angrenzenden Gebieten werden nach Armenien fliehen müssen. Man rechnet mit mindestens 100.000 Menschen, die nicht wieder in ihre Häuser und Wohnungen in Bergkarabach zurückkehren werden.

Gerade in Armenien stoßen die einzelnen Regelungen dieses Friedensabkommen auf Unverständnis. Seither gehen in Armeniens Hauptstadt Eriwan Menschen scharenweise auf die Straßen, um gegen die Entscheidung des amtierenden Premierminister Nikol Paschinjan zu demonstrieren. Groß ist die Wut und die Enttäuschung, dass man Land verloren hat und armenische Soldaten deswegen gestorben sind. Der Premierminister erklärte, dass es momentan die militärisch einzig umsetzbare Möglichkeit war, auch wenn die Entscheidung sehr schmerzhaft ist.

“In Arzach oder auch Karabach leben wir seit Jahrhunderten … für uns ist es so als würden wir wieder ein Stück Heimat verlieren. Kein politischer Führer im Land kann so eine Entscheidung überleben, egal ob er schuld ist oder nicht. Ein Teil der Menschen steht noch zu Paschinjan der andere Teil fordert seinen Rücktritt. Es gibt ein Konfliktpotenzial hier im Land und die Gefahr eines Bürgerkrieges ist durchaus gegeben”, so Baru Jambazian, der Leiter unsere Partnerorganisation im Evangeliums Rundfunk (ERF).

Das ganze Interview können Sie HIER hören.

“Das Wichtigste, wofür wir beten können ist, dass ich das armenische Volk Gott wieder zuwendet.” ,ist die Antwort Baru Jambazians auf die Frage nach Gebetsanliegen für Armenien.

Wir als Hilfsbund unterstützen unsere Partner in Armenien weiterhin durch Gebet und das laufenden Flüchtlingsprojekt.

In unserem aktuellen Impulse-Magazine finden sie mehr Informationen zu unserer Arbeit in Armenien. Gerne können Sie die Impulse als PDF-Dokument per Email beziehen. Dazu einfach HIER KLICKEN