Der Libanon geht momentan durch eine Phase der Unruhe. In den letzten Tagen protestierten viele Menschen auf den Straßen des Landes. Die Menschen haben die Regierung satt. Misswirtschaft und Korruption lähmen das Land. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert nicht. Horrende Steuern machen den Libanesen das Leben schwer. Straßen wurden sogar blockiert und die Zufahrt zum Flughafen nach Beirut erschwert. Wie sich die Situation entwickeln wird, kann niemand genau sagen. Wir hoffen, dass sich die Lage beruhigt und gute politische Reformen auf den Weg gebracht werden, denn diese braucht es allemal.

Bitte beten sie mit uns für friedliche Proteste und für weise Entscheidungen der Regierung, sodass der Libanon nicht im Chaos versinkt.

Die beiden unten stehen Artikel beschreiben gut die gegenwärtige Situation.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/warum-sich-im-libanon-der-volkszorn-bahn-bricht-16442669.html

https://www.spiegel.de/politik/ausland/libanon-regierung-kuendigt-nach-massenprotesten-reformen-an-a-1292612.html

 

Seit letzter Woche hat in Anjar im Libanon das neue Schuljahr gestartet. Nun sind auch alle Internatskinder zurück nach Anjar gekommen. Zu Beginn des neuen Schuljahres wurde eine Willkommens-Party für alle neuen und “alten” Internatsschüler geschmissen. Das Besondere war: Es gab Burger und Donats für Alle.

Auch wir vom Hilfsbund freuen uns über so einen gelungenen Abend. Wir wünschen den Kinder, aber natürlich auch den Erziehern und Lehrern einen gesegneten Start ins neue Schuljahr.

 

 

 

Anfang dieser Woche hieß es Abschied nehmen. Die jungen, armenischen Musiker und das Team von DIACONIA Charitable Fund sind zurück nach Eriwan geflogen. Nach dem Jahresfest beim Hilfsbund war das Team von DIACONIA und ihre Musiker noch in einigen Gemeinden zu Gast. Die Vorträge waren eindrücklich. Das musikalische Programm und die tänzerischen Darbietungen haben Besucher in Mittel – und Süddeutschland begeistert.

Wir freuen uns schon auf die nächste Tour!

Zur Tour von DIACONIA  gab es ein paar Pressemeldungen. Lesen Sie selbst!

https://www.idea.de/menschenrechte/detail/wo-kinder-im-schlaf-von-ratten-angefallen-werden-110548.html

https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/linden-ort848774/familien-hoffnung-geben-13033466.html

Hilfe für Patenkinder in Armenien – Taunuszeitung 19.09.2019

Am vergangenen Sonntag feierte der Hilfsbund sein diesjähriges Jahresfest. Der Gottesdienst fand in der evangelischen Kirche zu Gonzenheim statt. Das Motto des Tages lautete: „Der Nächste, Bitte.“ Die Predigt hielt der neue Vorstandsvorsitzende Pfarrer Daniel Geiss. Den Blick für den Nächsten zu schulen, betonte Pfarrer Geiss in seiner Predigt.

Pfarrer Geiss ist dem Hilfsbund schon seit Jahrzehnten verbunden. Im Interview nach dem Gottesdienst sagte er etwas schmunzelnd: „Seit Kindesbeinen kenne ich den Hilfsbund. Der Hilfsbund ist meine erste Liebe. Erst später lernte ich andere Missionswerke kennen.“

Das Wort Bund ist für Pfarrer Geiss aussagekräftig. „Wir verbünden uns mit Christen im Orient. Dafür steht der Hilfsbund“, sagte er.

Auf die Frage was er sich wünsche, wenn er einen Wunsch frei hätte antwortet Pfarrer Geiss: „Uns neu mit jungen Menschen in Deutschland für den Hilfsbund zu verbünden.“   

Dekan Pfr Michael Tönges-Braungart (Ev. Dekanat Hochtaunuskreis), Bürgermeister Meinhard Matern (Stadt Bad Homburg), Baru Jambazian (Diaconia Charitable Fund/Armenien) überbrachten Grußworte.

Am Nachmittag berichteten die Gäste des diesjährigen Jahresfestes, die Leiter der armenischen Partnerorganisation DIACONIA Charitable Fund – Baru und seine Frau Anna Jambazian. „Dem Nächsten dienen – Neues aus Armenien.“ war der Titel des Vortrages.

Baru Jambazian –im Libanon geboren und in Wetzlar aufgewachsen – kam vor zwanzig Jahren nach Armenien. Jakob Jambazian – Barus Vater und ehemaliger Transworld Radio Missionar – begründet die Arbeit vor über dreißig Jahren.

Seither ist die Arbeit stark gewachsen. Mittlerweile betreut DIACONIA Charitable Fund über 3000 Patenkinder.

Vor einem guten Jahr begann die Zusammenarbeit bei Kinderpatenschaften zwischen dem Hilfsbund und der armenischen Organisation DIACONIA Charitable Fund.  „Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und sind gespannt was in Zukunft noch alles möglich sein wird“, betonte Geschäftsführer Dr. Andreas Baumann.

In seinem Vortrag sprach Baru Jambazian über Armeniens gegenwärtige Herausforderungen. Obwohl es im letzten Jahr eine friedliche Revolution gab und ein neuer Präsident – vom Volk gewünscht – eingesetzt wurde, ist Korruption noch ein großes Thema in Armenien.

Auf lebendige Art und Weise nahm Baru Jambazian die Besucher des Jahresfestes hinein in die täglichen Herausforderungen der Patenschaftsarbeit. „Man kann sich manchmal gar nicht vorstellen, in welchen menschenunwürdigen Zuständen viele Kinder in Armenien aufwachsen müssen. Wir haben bei unseren Besuchen Eltern kennengelernt, die abwechselnd nachts wach bleiben müssen, damit Ratten nicht die Kinder angreifen. Bei einem Kind war das halbe Ohr abgefressen.“ , sagte ein sichtlich betroffener Baru Jambazian

Jambazians reisten nicht alleine nach Deutschland. Sie wurden begleitet von einer Gruppe junger Musiker und einer Ballet-Tänzerin aus Armenien, welche den musikalischen Rahmen beim Jahresfest gestalteten. Die jungen Musiker wurden durch das Patenschaftsprogrammes gefördert. Die Besucher des Jahresfestes waren beeindruckt von den begabten Teenagern und wie diese doch ihr musisches Talent entwickeln konnten. Die musikalischen Beiträge waren für viele Besucher der Höhepunkt des Jahresfestes. Das Jahresfest bildet den Auftakt für eine Konzerttournee. Gemeinsam mit den Musikern werden Jambazians verschiedene Gemeinden – auch im Süddeutschen Raum – besuchen und von ihrer Arbeit berichten.

 

 


 

 

Gestern, am 1.September 2019 wurde in Anjar, einem armenischen Dorf im Libanon, der neue Glockenturm eingeweiht – eine öffentliche Uhr für das Dorf. Der Glockenturm trägt den Namen – “Wunder der Zeit”. Es war ein feierlicher Anlass für die Dorfgemeinschaft. Die Festlichkeiten wurden von der armenisch-evangelischen Kirche Anjars, lokalen Politikern, der armenisch-evangelischen Kirchenunion und dem Komitee des 80.Jubiläums zur Gründung Anjars organisiert. Der neue Glockenturm ist dem Design des ursprünglichen Glockenturmes nachempfunden. Dieser war über viele Jahre verfallen und nicht in Betrieb.

Missionsschwestern des Hilfsbundes haben den Bau des Glockenturms vor Jahrzehnten veranlasst.

 


Menschen in die Selbständigkeit zu führen ist uns ein großes Anliegen. Das gilt für alle unsere Projektländer, ob in Armenien, Libanon, Syrien oder dem Irak. Im Irak tun wir diese durch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Um Arbeitsplätze zu haben braucht es auch Ausbildungsplätze.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit CAPNI unserer Partnerorganisation im Nordirak Ausbildungsplätze für Friseurlehrlinge schaffen. Männer und Frauen können in Zukunft bei einem syrischen Friseur in die Lehre gehen. Der erste Kurs hatte nun seinen Abschluss. Das wurde bei CAPNI gefeiert – Wir feiern von Deutschland aus mit!

 

Seit Ende Juni läuft in Aleppo die Sommerferien-Bibelschulen für Kids (DVBS – Daily Vacation Bible School). Den Sommer über haben die Kinder ein tolles Programm. Neben biblischem Unterricht gibt es natürlich auch Action und Fun. Besondere Highlights waren bisher ein Tag am Pool und ein Kinobesuch.

Im Hinblick auf die Vorbereitung für die Sommerferien-Bibelschule erzählte und Pfarrer Harout Selimian:

“Wir fokussieren uns auf Gottes Liebe, seine Hoffnung und Versöhnung. Wir bringen ihnen bei, ihre Familien, Schulen, Kirchen, ja sogar auch die syrische Gesellschaft zu lieben. Den Kindern bringen wir bei ihre Lehrer zu respektieren; ihre Eltern zu lieben und ihnen zu gehorchen. Eine Sommerbibelschule ist immer auch Erziehungsarbeit. Das Wichtigste aber, was wir für die Kinder tun können, ist ihnen von Jesus und seiner Liebe zu erzählen. Alles andere ergibt sich daraus.”

Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue die Sommerferien-Bibelschule zu unterstützen. Wenn Ihnen die Kinder in Syrien auch ein Anliegen sind, dann lassen sie uns doch die Arbeit der armenisch-evangelischen Kirche gemeinsam unterstützen.

Hier geht es direkt zum Paypal-Link:

 


 

Vor drei Wochen war das Team des Orientierungsjahres-Korntal in Armenien. Die Teenager und Jugendlichen haben bei unserer Partnerorganisation DIACONIA einen zweiwöchigen caritativen und evangelistischen Einsatz gemacht. Für die O-Jahrler war es gleichzeitig auch der letzte, gemeinsame Höhepunkt des O-Jahres.

Am vergangenen Wochenende fand in Korntal nun die Verabschiedung der O-Jahrler statt. Wir gratulieren!

Im Video auf unsere Homepage berichten drei O-Jahrler von ihren Erlebnissen beim ihrem Einsatz in Armenien. Sehenswert und Ermutigend!


Zwei Wochen war das Team des Orientierungsjahres-Korntal im Juni in Armenien. Die Truppe aus Süddeutschland wurde auf zwei Orte in Armenien aufgeteilt. Eine Gruppe ging nach Tumanyan – ein Dorf im Norden Armeniens. Die andere Gruppe blieb in Eriwan. Nach zwei Wochen tauschten die Gruppen die Orte.

Die Truppe war bunt zusammengewürfelt. Ein Teil der jungen Erwachsenen war aus Deutschland. Ein anderer Teil aus aller Herren Ländern – viele Missionarskinder, denen das O-Jahr helfen soll wieder gut in Deutschland anzukommen. Über die unterschiedlichen Herkunftsländer der O-Jahrler zu erfahren war für die Kids aus Armenien spannend.

In Eriwan (genauer gesagt im Dorf der Hoffnung) haben die O-Jahrler ein Sommerprogramm für die Kids aus dem Dorf der Hoffnung gestaltet. Das Programm war super vielfältig. Es wurde gekickt, gemalt, gesungen und getanzt.

Jeder brachte sich ein – Handwerklich und Kreativ. Beides war gefragt. Auf dem Gelände von DIACONIA wurden Zäune und Bänke abgeschliffen und neu gestrichen. Im Lager freuten sich die Mitarbeiter von DIACONIA über die jungen Erwachsenen, die halfen Reis und Linsen zu verpacken.

Geistliche Imputs hatte das Team des O-Jahres auch im Gepäck. So gab es einen Gebetsworkshop für die Kids – wie man mit Gott redet, war das Thema. Spaß hatten die Kids am Bibelverse auswendig lernen. Müde waren die Kids scheinbar nie. Bewegungslieder mit christlicher Botschaft fanden die Kids immer toll.

Nach zwei Wochen verließ die Truppe aus Korntal schweren Herzens Armenien.

Eine Mitarbeiterin von DIACONIA bedanke sich zum Schluss mit den Worten: “So eine Gruppe mit solch einer Botschaft hat uns gerade noch gefehlt. Toll, dass ihr da wart!“


Der CHBO (Hilfsbund) macht sich im Nordirak stark für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dazu gehört auch die Entwicklung von Strukturen in Dörfern (Community Development). Ohne strukturelle Sicherheiten ist es unmöglich langfristig Arbeitsplätze zu schaffen. Matthias Schüttler ist Projektbegleiter für unsere Arbeit im Nordirak. Auf seiner letzten Reise Mitte Juni besuchte er verschiedene Projekte von unserer Partnerorganisation CAPNI. Projekte, welche durch den Hilfsbund finanziert wurden und solche, die noch in der laufenden Finanzierung sind.

Wir sind dankbar, dass wir im Nordirak schon vielen Menschen eine Hilfe sein konnten.