Christen im Nahen Osten ganzheitlich unterstützen...

Syrien

Mit Syrien ist der Hilfsbund schon lange verbunden. Nach dem Genozid durch die Osmanen fanden einige Armenier in Aleppo eine neue Heimat. Die damalige Hilfsbund Missionarin Hedwig Büll organisierte den Bau von Krankenhäusern und Flüchtlingslagern in Aleppo – bereits um 1915. Dazu gehört ein kühler Kopf, Organisationstalent und eine gehörige Portion Gottvertrauen.

41/2 Jahre Bürgerkrieg sind nicht spurlos an Aleppo vorübergegangen. Die Menschen in der Stadt haben schwer gelitten. Viele sind geflohen - Doch nicht alle. Es gibt Rückkehrer. Ende 2016 hat sich die Lage in Aleppo beruhigt. Es gibt dort keine heftigen Kämpfe mehr. Die Menschen blicken nach vorne. Der Wiederaufbau Aleppos wird noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Menschen sollen in ihr altes Leben zurückfinden. Arbeitsplätze und Schulplätze werden dringend benötigt. Die Kirchen haben hier Verantwortung.

PROJEKT: GEMEINDEN IN ALEPPO UND KESSAB UNTERSTÜTZEN

Der Hilfsbund stand in den Hochphasen des Krieges Gemeinden in Aleppo und Kessab zur Seite

Heute unterstützt der Hilfsbund folgende Projekte in Aleppo und Kessab:

  • Bau von 41 Brunnen während der heftigen Kämpfe in Aleppo
  • Verteilung von Essenspaketen
  • Finanzielle Unterstützung um Stromeinheiten von Generatoren zu kaufen
  • Finanzielle Unterstützung von Familien, um kleine Geschäfte zu starten
  • Finanzielle Unterstützung der Schulen in Aleppo
  • Wiederaufbau und Renovierung von Gemeinderäumen in Kessab und Aleppo
  • Gewährleitung von medizinischer Grundversorgung
  • Finanzielle Zuschüsse zur Durchführung von Sommerbibelschulen für Kinder
  • Finanzielle Zuschüsse zu extra Lernprogrammen für Schüler, die kriegsbedingt die Schule aussetzen mussten

STUDENTENPROJEKT – STUDENTEN BRAUCHEN PERSPEKTIVE!

Viele Studenten konnten ihr Studium während des Krieges nicht fortsetzen. Meist waren die Gründe: Flucht oder Mangel an Finanzen. Syrien braucht aber eine gut ausgebildete Jugend. Wir unterstützen die überkonfessionelle Studentenarbeit in Aleppo. Die Studenten treffen sich regelmäßig. Es gibt einen biblischen Input. Christliche Literatur wird an die Studenten weitergegeben. Man blickt über den gemeindlichen Tellerrand.

WIE UNTERSTÜTZEN WIR DIE ARBEIT DER STUDENTEN IN ALEPPO?

Die Studenten bekommen kleine Stipendien. Sie nutzen das Geld, um Bücher für das Studium zu oder auch Monatstickets um zur Uni zu kommen zu kaufen.

„Als armenischer Christ hoffe ich natürlich einen Beitrag zum Friedensprozess leisten zu können. Die Christen, die während des Krieges in Syrien geblieben sind, werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Sie haben zusammen mit den Muslimen in Aleppo ausgeharrt. Ich sehe meine Aufgabe darin, die Christen im kommenden innersyrischen Versöhnungsprozess zu ermutigen, an der Versöhnung zwischen den Konfessionen teilzunehmen. Es ist wichtig, mit der Kriegsvergangenheit versöhnt zu sein, um eine Zukunft zu haben.“ Harout Selimian – Pastor der Bethel Gemeinde in Aleppo und Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien.

Wenn Sie unsere Arbeit in Syrien als wertvoll erachten, dann dürfen Sie gerne spenden. Weitere Infos bei: Enable JavaScript to view protected content.

WER SIND UNSERE PARTNER IN SYRIEN?

Mit folgenden einheimischen Organisationen stehen wir in Verbindung:

  • „UNION der Armenisch-Evangelischen Kirchen im Nahen Osten“: Unterstützung der Gemeinden und deren Sozialen Arbeit in Aleppo und Kessab.
  • Dr. Jany Haddad (Barnabas Fund UK): Studentenarbeit in Aleppo
  • Internat Anjar, (siehe Libanon): Syrische Flüchtlingskinder wurden im Internat und ein der Schule aufgenommen. Zwei Armenische Schulen in Beirut (Torrossian Schule und Shamlian Schule) erhalten Unterstützung für die Aufnahme syrischer Flüchtlingskinder in den Schulbetrieb.