Hier die ewige Flamme in der Mitte des Genozid-Denkmales in Eriwan, Armenien

Heute, am 24.April gedenken weltweit Armenier des Genozids, der sich vor 105 Jahren im damaligen Osmanischen-Reich ereignete. Schätzungsweise 1,5 Millionen Armenier mussten ihr Leben lassen – auf den Todesmärschen in die Mesopotamische Wüste.

Bis heute erkennt die Türkei den Völkermord an den ca. 1,5 Millionen Armeniern nicht an. Einige Regierungen im Westen, so auch Deutschland und die USA, sprechen von einem Völkermord.

Seit nun mehr 125 Jahre, ist der Hilfsbund an der Seite der Armenier in Syrien, dem Libanon und der Republik Armenien.

Gemeinsam mit unseren Partnern im Libanon, Syrien und Armenien denken wir an die Opfer des Völkermordes und deren Angehörige.

Desinfektionsaktion bei der armenisch-evangelischen Bethel-Gemeinde in Aleppo

Im Rahmen der Präventivmaßnahmen zur Corona-Krise hat die syrische Regierung entschieden, dass  Schulen bis zum 6.April geschlossen bleiben.

Alle Bürgerbüros, öffentliche Parks, Kinos, Theater, Hochzeitslocations, Sportvereine, Kindervereine und Internet-Cafes bleiben bis auf weiteres ebenfalls geschlossen. Im Zuge dessen wurden alle Busse, die auch ins Ausland fahren desinfiziert sowie alle öffentlichen Schulen.

“Als armenisch-evangelische Gemeinschaft haben wir uns bereit gemacht und Vorsichtsmaßnahmen getroffen um Angst, Panik und Sorge unter unseren Liebsten so gering wie möglich zu halten. Auch sind wir dabei die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu schützen, indem wir dafür notwendigen Mittel bereitstellen. Es gab Schulungen und Instruktionen. Wir weisen unsere Leute an vorsichtig zu sein, die Pandemie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den nationalen Vorschriften zur Prävention Folge zu leisten.” , schrieb uns vor ein paar Tagen Harout Selimian – Präsident der armenisch-evangelischen Kirche in Aleppo. 

 

 


 

Dr. Jany ist einer unserer Partner in Aleppo. Er ist mit verantwortlich für die ökumenischen Studententreffen, welche normalerweise dreimal im Jahr in Aleppo stattfindet. Momentan ist es nicht möglich, dass sich die Studierenden treffen. Man hofft, dass im Oktober wieder Treffen stattfinden können. Ob das auch so sein wird, kann niemand bisher sagen.

Gerade finden Desinfektionsaktionen in Aleppo statt. Dr. Jany schrieb uns dazu folgende kurze Nachricht: “Der Bürgermeister von Aleppo ordnete an, dass Starßenzüge und große Mülleimer gereinigt und desinfiziert werden sollen. Die Stadtverwaltung hat auch hygienisches Material an die Bevölkerung verteilt.”

In der folgenden Galerie sehen Sie Bilder der Desinfektionsaktion in Aleppo

 

 

Pfarrer Harout Selimian in der Besprechung mit Lehrern und Angestellten der Poliklinik

Pfarrer Harout Selimian musste seine Deutschlandreise frühzeitig abbrechen. Die Schulen in Syrien sind bis auf Weiteres geschlossen – so auch die armenisch-evangelischen Schulen in Aleppo. Am vergangenen Sonntag wurden noch Gottesdienste in der Bethel- und Emmanuel Gemeinde in Aleppo gehalten. Natürlich mit allen hygienischen Vorschriften, welche einzuhalten sind. Sprich: Kein Händeschütteln und in der persönlichen Begegnung genügend Abstand bewahren.

Zum Schul-und Kirchenkomplex der armenisch-evangelischen Kirche gehört auch eine Polyklinik. Das frühzeitige Abreisen von Pfarrer Harout Selimian hatte folgenden Gründe: Material für die Polyklinik zu organisieren, um Coronainfizierte zu behandeln sowie E-Learning für die an die Bethel-Gemeinde angeschlossene Schule einzugerichten.

 


“Was können wir tun, um uns selbst vor Corona (Covid-19) zu schützen?”

Am vergangenen Freitag (13.März, 2020) war genau dies das Thema der Jugendgruppe in der Bethel Gemeinde. Sensibilisierung für das Thema und Prävention sollen den Jugendlichen helfen richtig mit dem Thema umzugehen. Hagop Daghlian, ein Medizinstudent aus Aleppo gestaltete den Abend.

 

 


Eine Nachricht von Dr. Jany. Er organisiert die dreimal jährlich stattfindenden ökumenischen Studententreffen in Aleppo. Heute erreichte uns folgende Nachricht: “Nun ist es in Syrien auch soweit. Unsere Grenze zum Libanon hin ist für zwei Wochen geschlossen. Ab dieser Woche sind auch Kirchen offiziell geschlossen. Lokale, Kinos und andere Ausgeh-Möglichkeiten wurden geschlossen. In den Supermärkten erlebt man hin und wieder Panikkäufe. Man sieht den Menschen an, dass sie Angst haben. Eigentlich sollte am Samstag ein weiteres Treffen unserer Studentenarbeit stattfinden, aber wir haben es verschoben – auf unbestimmte Zeit. Es wären mehr als 200 Teilnehmer gewesen. Es ist nicht weise sich in diesen Zeiten zu treffen. Es tut uns auch leid zu hören, wie ihr die Situation in Deutschland erlebt. Wir fühlen hier in Syrien mit Euch. Unser Gebet ist, dass Gott uns in Deutschland und Syrien einen Geist der Ruhe und Gelassenheit schenkt.” 

 

Am 22.Februar fand das erste ökumenische Studententreffen in Aleppo statt. Die Räumlichkeiten einer griechisch-orthodoxen Kirche wurden für diesen Abend genutzt. 194 Studenten nahmen teil. Pfarrer Eid Hanna war der Referent.

Das Thema für des ersten Treffens lautete: “Herausforderungen für christliche Studenten in der heutigen Zeit- Herausforderungen für den Glauben, Herausforderungen durch Globalisierung, Wirtschaftliche Herausforderungen” 

Nach dem Vortrag diskutierten die Studenten in Kleingruppen über die drei Herausforderungen und was diese konkret für ihr Leben bedeuten. Am Ende des Abends bekam jeder Studierende einen Kalender und einen finanziellen Zuschuss. Je nach persönlicher Notlage gab es zwischen 20-50 Euro für die Studierenden.

“Ein Großteil der Stundeten sind Inlandsflüchtlinge. Wir haben auch nun einige Studenten aus Idlib, Rakka und Qamischli als Teilnehmer. Das liegt an den militärischen Interventionen der Türkei in Nordsyrien.”, sagte Dr. Jany Haddad, der Gründer und Organisator des Studententreffens

Zwei weitere Treffen wird es jeweils im März und April geben.

Der Hilfsbund freut sich sehr darüber und wir sind Gott dankbar, dass trotz aller Unruhen, die es noch immer in Syrien gibt solche Initiativen für die syrische Jugend möglich sind.

 

 

Am gestrigen Tage besuchte Pfarrer Harout Selimian die Hilfsbund-Geschäftsstelle in Bad Homburg. Bei seiner Reise durch Deutschland wird Pfarrer Harout Selimian von Enno Haaks, dem Generalsekretär des Gustav Adolfwerks begleitet.

Harout Selimian ist Pfarrer und Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien.

Die Evangelische Kirche Deutschland ruft am 8.März, dem Reminiszere Sonntag, alle Kirchengemeinden auf für notleidende Christen in Syrien zu beten.

Aus gegebenem Anlass wird Pfarrer Harout Selimian im Berliner Dom am 8.März beim zentralen Gottesdienst mitwirken.

In den Gesprächen mit Geschäftsführer Andreas Baumann ging es in erster Linie um die anhaltende schwierige Situation von Schülern in Syrien. Durch den ausgefallenen Unterricht während des Krieges besteht bei vielen Schülern ein großer schulischer Nachholbedarf, so Pfarrer Harout Selimian. Zudem hat die syrische Regierung die Lehrergehälter angehoben.

Pfarrer Harout Selimian bat Geschäftsführer Andreas Baumann sich auch weiterhin für die Jugend in Syrien und den Erhalt von christlichen Kirchen einzusetzen.

Auch in diesem Jahr wird der Hilfsbund die Kinder und Jugendarbeit Arbeit der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien unterstützen. Weitere Infos dazu finden Sie auf unserer Homepage unter dem Reiter Syrien.

“Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lädt auch im Jahr 2020 alle Kirchengemeinden in ihrem Bereich sowie in anderen Konfessionen dazu ein, am zweiten Sonntag der Passionszeit (Reminiszere, 08. März 2020) für bedrängte und verfolgte Christen zu beten. Eine entsprechende Materialsammlung stellt den Gemeinden Informationen über die Lage von christlichen Minderheiten und liturgische Bausteine zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Fürbitte 2020 ist die Situation der Menschen in Syrien.“, heißt es auf der Homepage der EKD.

Die Informationsmaterialien finden Sie unter folgendem Link:

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/reminiszere_2020_syrien.pdf

Auch Partner des Hilfsbundes kommen in der Informationsbroschüre zu Wort. So Pfarrer Haroutune Selimian , Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien und Pfarrer Dr. Paul Haidostian, Präsident der Haigazian Universität in Beirut.

“Gestatten Sie mir, etwas Entscheiden des anzumerken. Wenn Christen im Westen uns fragen, warum wir immer noch im Nahen Osten leben und nicht längst emigriert sind, dann entmutigen sie uns damit. Wer immer wieder mit dieser Vorstellung „es gibt keine Zukunft für das Christentum im Nahen Osten“ konfrontiert wird,
ist nicht mehr pro aktiv und resigniert irgendwann. Was die Christen im Nahen Osten viel mehr brauchen, ist eine klare Ermutigung.”, sagt Pfarrer Dr. Paul Haidostian im Interview mit einer Mitarbeiterin der EKD

Ein entscheidender Teil unserer Arbeit ist die Ermutigung unserer Partner und Freunde im Nahen Osten. Regelmäßig für unserer christlichen Geschwister im Nahen Osten zu beten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

Leider erreichte uns in diesen Tagen eine traurige Nachricht aus Syrien: In Aleppo wird wieder gekämpft. Momentan sammeln sich dort russische Soldaten, um gegen die Rebellen in der Region Idlib vorzugehen. Durch das Vorgehen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten werden die Kämpfe noch heftiger, vermutet Pfarrer Haroutune Selimian – Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche aus Aleppo. Vor ein paar Tagen schickte er uns Bilder aus Aleppo und schrieb dazu folgendes:

„Ein weiterer blutiger Tag in Aleppo. Seit dem 11.Januar gibt es in den bekannten Vororten Aleppos Minian, Neues Aleppo, Nil&Sebil und Sekkari heftige Kämpfe. So beschossen terroristische Gruppen die unmittelbare Nachbarschaft rund um den Internationalen Flughafen von Aleppo. Dabei wurden Häuser im Viertel Minian heftig beschädigt. Am 12.Januar gab es mehrer Angriffe auf Vororte Aleppos. Dabei verloren sechs Zivilisten ihr Leben und 25 wurden schwer verletzt.

Weitere Angriffe folgten am Donnerstag (16.Januar). Drei Raketen wurden auf das Viertel Al-Sukarri in Aleppo abgefeuert. Sechs Menschen starben und 15 weitere wurden verletzt .Es liegt jetzt an der Regierung sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit unbewaffneter Zivilisten in Aleppo zu garantieren.“

Bitte beten Sie mit uns, dass sich die Lage in Aleppo sehr bald beruhigt!

Menschen in die Selbständigkeit zu führen ist uns ein großes Anliegen. Das gilt für alle unsere Projektländer, ob in Armenien, Libanon, Syrien oder dem Irak. Im Irak tun wir diese durch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Um Arbeitsplätze zu haben braucht es auch Ausbildungsplätze.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit CAPNI unserer Partnerorganisation im Nordirak Ausbildungsplätze für Friseurlehrlinge schaffen. Männer und Frauen können in Zukunft bei einem syrischen Friseur in die Lehre gehen. Der erste Kurs hatte nun seinen Abschluss. Das wurde bei CAPNI gefeiert – Wir feiern von Deutschland aus mit!

 

Seit Ende Juni läuft in Aleppo die Sommerferien-Bibelschulen für Kids (DVBS – Daily Vacation Bible School). Den Sommer über haben die Kinder ein tolles Programm. Neben biblischem Unterricht gibt es natürlich auch Action und Fun. Besondere Highlights waren bisher ein Tag am Pool und ein Kinobesuch.

Im Hinblick auf die Vorbereitung für die Sommerferien-Bibelschule erzählte und Pfarrer Harout Selimian:

“Wir fokussieren uns auf Gottes Liebe, seine Hoffnung und Versöhnung. Wir bringen ihnen bei, ihre Familien, Schulen, Kirchen, ja sogar auch die syrische Gesellschaft zu lieben. Den Kindern bringen wir bei ihre Lehrer zu respektieren; ihre Eltern zu lieben und ihnen zu gehorchen. Eine Sommerbibelschule ist immer auch Erziehungsarbeit. Das Wichtigste aber, was wir für die Kinder tun können, ist ihnen von Jesus und seiner Liebe zu erzählen. Alles andere ergibt sich daraus.”

Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue die Sommerferien-Bibelschule zu unterstützen. Wenn Ihnen die Kinder in Syrien auch ein Anliegen sind, dann lassen sie uns doch die Arbeit der armenisch-evangelischen Kirche gemeinsam unterstützen.

Hier geht es direkt zum Paypal-Link:

 


 

 

Die junge Generation Syriens braucht eines dringend: BILDUNG. Ohne Bildung keine Zukunft. Der Hilfsbund unterstützt die Studentenarbeit von Dr. Haddad und die Jugendarbeit der Armenisch-Evangelischen Kirche in Aleppo. Syrien braucht gut ausgebildete, jungen Menschen – gerade jetzt.

Der Bürgerkrieg hat die Menschen in Syrien hart getroffen – auch die Studenten. Der eigenen Zukunftsplanung wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht. Viele fohlen ins Ausland – ohne Universitätsabschluss. In Syrien selbst ging der Lehrbetrieb nicht geregelt weiter. Unterricht viel aus. Manche Lehrkräfte flohen oder kamen ums Leben.

Nun freuen wir uns um so mehr, dass die Studentenarbeit in Aleppo in 2019 wieder gut angelaufen ist. Zum ersten Treffen am 3.Februar kamen 176 Studenten.

Die Studierenden erhalten bei den Treffen einen kleinen finanziellen Beitrag – je nach Bedürftigkeit. Das Geld wird für Bücher, Studienunterlagen und auch für Fahrtkosten zur Universität benötigt.

An solchen Abenden wird Gott angebetet; die Studenten hören einen Vortrag und später in Kleingruppen wird über das Gehörte diskutiert. In den Vorträgen gibt es praktische Tipps, wie die Studenten ihr Leben meistern können.