Die junge Generation Syriens braucht eines dringend: BILDUNG. Ohne Bildung keine Zukunft. Der Hilfsbund unterstützt die Studentenarbeit von Dr. Haddad und die Jugendarbeit der Armenisch-Evangelischen Kirche in Aleppo. Syrien braucht gut ausgebildete, jungen Menschen – gerade jetzt.

Der Bürgerkrieg hat die Menschen in Syrien hart getroffen – auch die Studenten. Der eigenen Zukunftsplanung wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht. Viele fohlen ins Ausland – ohne Universitätsabschluss. In Syrien selbst ging der Lehrbetrieb nicht geregelt weiter. Unterricht viel aus. Manche Lehrkräfte flohen oder kamen ums Leben.

Nun freuen wir uns um so mehr, dass die Studentenarbeit in Aleppo in 2019 wieder gut angelaufen ist. Zum ersten Treffen am 3.Februar kamen 176 Studenten.

Die Studierenden erhalten bei den Treffen einen kleinen finanziellen Beitrag – je nach Bedürftigkeit. Das Geld wird für Bücher, Studienunterlagen und auch für Fahrtkosten zur Universität benötigt.

An solchen Abenden wird Gott angebetet; die Studenten hören einen Vortrag und später in Kleingruppen wird über das Gehörte diskutiert. In den Vorträgen gibt es praktische Tipps, wie die Studenten ihr Leben meistern können.

 

Für die Armenisch-Evangelischen Christen in Syrien gab es diese Woche einen Freudentag. In Aleppo wurde die restaurierte Emmanuel-Gemeinde wieder eingeweiht. Während den Kämpfen in Aleppo wurde das Dach der Gemeinde von einer Rakete getroffen. Der Gottesdienstraum konnte daraufhin nicht mehr genutzt werden. Die Gemeinde musste sich in den Kellerräumlichkeiten treffen.

Doch Gott sein Dank! Ende November waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Es gab einen Festgottesdienst mit großer Torte. Ein Freudenfest! Wir freuen uns mit unseren Geschwistern in Aleppo!

Am 30. September feierte der Christliche Hilfsbund im Orient e.V. sein jährliches Jahresfest

Pfarrer Harout Selimian war in diesem Jahr Festredner. Er ist Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirchen in Syrien und Gemeindepastor der Bethel Gemeinde in Aleppo. In seinem Vortrag, welcher den Titel „Zerissene Heimat –Über- (das) Leben in Aleppo“ trug, berichtet er über die schweren Kriegsjahre in Aleppo. Die Christen brauchen jetzt vor allem Sicherheit und Arbeit, betone Pfarrer Selimian. In Syrien herrsche zudem ein gewaltiger Bildungsnotstand. Kriegsbedingt konnten sehr viele Kinder nicht zur Schule gehen. Das ist eine „riesen Katastrophe“ für die Zukunft Syriens, so Selimian.

Während der Kriegsjahre hat der Hilfsbund die Christen in Syrien tatkräftig unterstützt. Nun sind die heftige Kämpfe vorbei. Jetzt ist es wichtig, dass die Menschen in Arbeit und einen geregelten Alltag zurück finden. Genauso brauchen Kinder wieder die Möglichkeit eine Schulen zu besuchen. Wir wollen uns dafür stark machen, dass die Christen in Syrien Hoffnung auf eine Zukunft in diesem Land haben.

Seit vielen Jahren unterstützt der Hilfsbund die Armenisch-Evangelische Kirche in Aleppo – Syrien. Pastor Harout Selimian ist dabei einer unserer engsten Partner.

Im PRO-Medienmagazin gab er ein Interview zur Situation in Aleppo.

“Harout Selimian ist Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien und Pastor der Bethel-Kirche in Aleppo. Im pro-Interview spricht er darüber, wie der Wiederaufbau Aleppos vorangeht und vor welchen Herausforderungen die Christen momentan stehen.”

https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2018/08/30/wir-wollen-raeume-fuer-die-verwundete-bevoelkerung-schaffen/