Projekt: Patenschaftsprogramm
Seit dem Jahr 2018 arbeiten wir mit DIACONIA Charitable Fund (DCF) zusammen. DCF hat Jahrzehnte lange Erfahrung mit Patenschaften. Das katastrophale Erdbeben im Jahre 1988 war der Start von DCF (vormals Armenia Help Center).
Kinder brauchen Möglichkeiten sich zu entwickeln. Wir wollen dabei helfen.
Eine Patenschaft (50€/monatlich) beinhaltet ein monatliches Lebensmittelpaket mit Grundnahrungsmitteln (Reis, Nudeln, Linsen etc.) sowie medizinische und zahnmedizinische Versorgung. Zu Beginn jedes Schuljahres bekommen die Kinder Schulmaterialien. Manchmal braucht es individuelle Betreuung – auch hier hilft DCF. Durch eine Kinderpatenschaft wird der ganzen Familie des Patenkindes geholfen. Dabei ist es dem Team von DCF wichtig die Würde der Empfängerinnen und Empfänger zu wahren und sie dabei zu unterstützen ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Mittlerweile betreut DCF mehr als 3300 Patenkinder in Armenien.
Bei Interesse an einer Patenschaft oder wenn Sie Fragen haben zu unserer Arbeit in Armenien generell haben, dann melden Sie sich bei uns.
Gerne berät Sie Frau Gabriele Lück – unsere Patenschaftsbeauftragte: gabi.lueck@hilfsbund.de
Den aktuellen Flyer zu unserer Arbeit in Armenien können Sie HIER herunterladen.
Sonderprojekte mit DCF
In den letzten Jahren ist unsere Kooperation mit DCF kontinuierlich gewachsen. Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern konnten wir die Wiedereröffnung der Kindertagesstätte Shoghakat, eine evangelistische Kinderzeitschrift sowie die regelmäßige Unterstützung von Kinderferienbibelschulen in Armenien verwirklichen.
Ebenso ist die Geflüchteten Hilfe für die Menschen aus Bergkarabach Teil unseres Portfolios an humanitären Projekten mit DCF. Detaillierte Informationen zu den Sonderprojekten mit DCF finden Sie hinter DIESEM Link.
Gemeinsam mit dem Orientierungsjahr aus Korntal hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt. In den letzten Jahren konnten Jugendliche aus Deutschland immer wieder einen sozial-diakonischen Einsatz auf den Kinderferienbibelschule von DCF durchführen.
Fokus Armenien: Reminiszere 2024 – Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen
Am 25. Februar ist Passionssonntag Reminiszere. Die EKD (Evangelische Kirche Deutschland) ruft an diesem Tag zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen auf. 🙏In diesem Jahr liegt der Fokus auf Armenien und Bergkarabach.
Dazu ist eine Publikation erschienen, die sich an Pfarrpersonen, Kirchenvorstände, Gesprächsgruppen sowie die politische Öffentlichkeit richtet.
Der Hilfsbund kommt mit einem Beitrag über eines seiner Projekte in Armenien darin vor.
Auf der Webseite der EKD heißt es zur Publikation:
„Von der internationalen Gemeinschaft werden das Leid der Armenier und die drohende Vernichtung uralter Kulturgüter kaum wahrgenommen. Auch an politischer Unterstützung mangelt es.
Diese Publikation bietet Hintergrundinformationen zur Geschichte und zur reichen religiösen Tradition der Armenier. Sie ruft dazu auf, das Leid der Armenier nicht zu übersehen und regt an, für die verfolgten Menschen zu beten. Unterstützenswerte Hilfs-Projekte werden vorgestellt. Ergänzt wird all das durch ausdrucksstarke Fotos und nachdenkliche Texte zur Gottesdienstgestaltung.“
Die Publikation ist nur online erschienen. Über die Webseite der EKD kann diese heruntergeladen werde. Hier der Kurzlink hierfür: www.ekd.de/reminiszere2024
Die Heimat und alles verloren – Flüchtlinge aus Bergkarabach
Die aktuelle Ausgabe der „Impulse“, unseres vierteljährlich erscheinenden Magazins, ist da. Baru Jambazian, der Leiter, unserer Partnerorganisation DIACONIA Charitable Fund schreibt darin über Erlebtes und seine Begegnungen mit Geflüchteten aus Bergkarabach:
„Bei der Ankunft an der Grenze zu Armenien habe ich mich mit einem Vater unterhalten, der im Chaos des Angriffs seinen Sohn, sieben Jahre alt, aus den Augen verloren und ihn schließlich in einem Keller bei den Nachbarn gefunden hat. Sein Sohn meinte nur: „Papa, wir hatten Angst, dass die Türken uns holen.“ An der Grenze habe ich auch zwei Jungs getroffen: der eine 12 Jahre und der andere 16 Jahre alt. Beide sind allein mit ihrer Familie aus Bergkarabach nach Armenien gefahren.“
Weiteres über die Geflüchteten lesen Sie in der aktuellen Impulse. Bei Interesse können Sie die Impulse kostenlos über unsere Webseite beziehen. Dazu gerne HIER klicken. Die Flucht und Aufnahme der ca. 120.000 Bergkarabach Armenier ist für die Republik Armenien eine große Herausforderung. Die Zukunft der Geflüchteten bisher unklar. Wir hoffen und beten, dass die Neuorientierung der Geflüchteten in Armenien gelingt. Solch eine Neuorientierung wird die nächsten Wochen und Monate andauern. 🙏
Einen aktuellen Beitrag über die Situation in Armenien ist bei Deutschlandfunkkultur zu hören. Über diesen LINK kommen Sie zur Webseite.
Die Menschen in Armenien sind weiterhin in Sorge
Unsere armenischen Partnerorganisationen DIACONIA Charitable Fund sowie Baresahvigh kennen im Moment nur ein Thema: Die Versorgung der Geflüchteten aus Bergkarabach. Über 100.000 Armenier und Armenierinnen sind in den letzten Tagen aus Bergkarabach in die Republik Armenien geflüchtet. Viele haben Familie in Armenien, wo sie unterkommen – andere finden eine Bleibe in christlichen Gemeinden oder in Unterkünften, die der Staat zur Verfügung stellt.
Die Sorge, dass Aserbaidschan auch die Republik Armenien angreifen wird, ist groß. Der Leiter unserer Partnerorganisation DIACONIA Charitable Fund Baru Jambazian, schreibt in einem Artikel in der Chrismon das Folgende:
„Geopolitisch spielt Bergkarabach für die Energielieferanten Aserbaidschan und die Türkei eine wichtige Rolle. Die Enklave ist wegen ihrer zentralen Lage bedeutend für die Wirtschaftsstraßen in der gesamten Region … Unsere Armee ist seit Herbst 2020 stark geschwächt. Gegen die aserbaidschanischen Streitkräfte hat unser kleines Land keine wirkliche Chance, auch wenn die Menschen mutig und tapfer sind.“
Das ganze Interview können Sie HIER lesen …
Und wenn Sie Satire mögen, schauen Sie sich doch den kurzen Beitrag zur Situation im Südkaukasus von Martin Sonneborn, dem fraktionslosen Abgeordneten im europäischen Parlament, an. Den Beitrag dazu finden Sie HIER. Wir sind mit unseren Partnern in Eriwan im regelmäßigen Kontakt. Informationen über die aktuelle Hilfeleistung der Geflüchteten finden Sie auf unsere Webseite. Dazu gerne HIER klicken.
Wir freuen uns über Ihre Anteilnahme und weitere Unterstützung der Geflüchteten aus Bergkarabach.