In der letzten Woche erreichte uns eine beunruhigende Nachricht: Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu heftigen Kampfhandlungen. Hintergrund des Konflikts sind die Spannungen um die Region Berg-Karabach.

“Jetzt aber geht es um einen Grenzabschnitt weiter nördlich im Gebiet Tawusch/Towus, wo es seit zwei Jahren so ruhig gewesen war wie nie in den dreissig Jahren davor.”, war in einem Artikel der Neuen Züricher Zeitung zu lesen.

Nach offiziellen Angaben wurden 17 Menschen getötet. Die meisten Opfer sind auf aserbaidschanischer Seite zu verzeichnen. Unter den Opfern ist auch ein aserbaidschanischer Offizier. In Baku der Hauptstadt Aserbaidschans forderten Demonstranten von der Regierung die Aufhebung der Corona-Quarantäne und Krieg mit Armenien.

“Diese Woche ist die Lage sehr ruhig. Das Volk steht zusammen. Man ist aber bereit für den Ernstfall. Momentan werden in ganz Armenien Altreifen gesammelt und an die Front gebracht.”, erzählte uns Baru Jambazian der Leiter unserer Partnerorganisation DIACONIA Charitable Fund in Armenien in einem Skyp-Gespräch.

Seit 30 Jahren schwelt der Konflikt um die Region Berg-Karabach. Immer wieder kommt es zu Kampfhandlungen in der umkämpften Region. Die jüngsten Auseinandersetzungen sind die schwersten seit dem Jahre 2016.


Doch der Konflikt mit Aserbaidschan lenkt nur kurz vom Thema Corona ab. Wie überall auf der Welt ist Corona in Armenien ein großes Thema. Obwohl man sehr rasch das Land runtergeregelt hatte und die entsprechenden Hygienemaßnahmen eingeführt hat, sind die Fallzahlen in der kleinen Kaukasus-Republik sehr hoch.

“Die Zahlen der Corona-Infizierten steigen in Armenien konstant an. Am heutigen Tag sind es um die 35.000 Fälle. Für ein so kleines Land wie Armenien sind das sehr hohe Zahlen. Ich glaube unsere Medien haben den Menschen den ernst der Lage nicht wirklich gut vermitteln können. Leider!”, sagt Baru Jambazin zu aktuellen Corona-Zahlen in Armenien.

Wir wollen weiterhin DIACONIA bei Ihrem Einsatz gegen die Ausbreitung des Virus unterstützen. Im April starteten wir die Aktion: “Gemeinsam gegen Corona”. Diese Aktion läuft weiterhin. Wir freuen uns über jeden Beitrag.

Gemeinsam gegen Corona

Corona betrifft alle unsere Projektländer. Das Virus macht vor keiner Grenze halt. Im Irak, Libanon, Armenien oder Syrien, überall versuchen unsere Partner ihr Bestes, um Menschen mit Hygiene-Artikeln und dringend benötigten Lebensmitteln zu versorgen. Auch Aufklärungsarbeit gehört dazu. Ob Lehreinheiten in Gemeinden oder Broschüren zum Thema Hygiene, unsere Projektpartner helfen den ihnen anvertrauten Menschen wo sie nur können.

In Armenien hat unsere Partnerorganisation DIACONIA eine besondere Aktion ins Leben gerufen. “Gemeinsam gegen Corona”

In den nächsten Wochen und Monaten werden Hygieneprodukte und Nahrungsmittel auf dem Gelände von DIACONIA an notleidende Familien verteilt werden.

Bei dieser Aktion unterstützen wir unsere Projektpartner. Wir freuen uns über alle, die gerne mit uns gemeinsam dieses Projekt unterstützen möchten. 

 


Für 50 Euro kann DIACONIA jeweils 1 Hilfspaket zusammenstellen.

Jeder Betrag für diese Aktion hilft weiter!

Verwendungszweck: CORONA-Armenien

IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank Frankfurt am Main

 


 

Mit diesem kurzen Video-Clip bedankt sich DIACONIA für unsere Unterstützung bei der Aktion “Gemeinsam gegen Corona”

 

 

 

Hier die ewige Flamme in der Mitte des Genozid-Denkmales in Eriwan, Armenien

Heute, am 24.April gedenken weltweit Armenier des Genozids, der sich vor 105 Jahren im damaligen Osmanischen-Reich ereignete. Schätzungsweise 1,5 Millionen Armenier mussten ihr Leben lassen – auf den Todesmärschen in die Mesopotamische Wüste.

Bis heute erkennt die Türkei den Völkermord an den ca. 1,5 Millionen Armeniern nicht an. Einige Regierungen im Westen, so auch Deutschland und die USA, sprechen von einem Völkermord.

Seit nun mehr 125 Jahre, ist der Hilfsbund an der Seite der Armenier in Syrien, dem Libanon und der Republik Armenien.

Gemeinsam mit unseren Partnern im Libanon, Syrien und Armenien denken wir an die Opfer des Völkermordes und deren Angehörige.

Desinfektion bei einer Hilfspaketverteilung auf dem Gelände von DIACONIA

 

Armenien befindet sich im Ausnahmezustand. Das öffentliche Leben ruht. Auch in Armenien war die Pandemie für viele Menschen eine böse Überraschung. Mit plötzlicher sozialer Isolation, Lohnausfall und Zukunftsängsten lässt es sich schwer leben.

Viele Menschen in Armenien haben nur einfache Jobs oder schlagen sich als Tagelöhner durch – sie sind jetzt arbeitslos geworden! Dieser Zustand ist für die ärmere Bevölkerungsschicht existenzbedrohend. Am Nötigsten fehlen gerade: Hygieneartikel, Desinfektionsmittel und Grundnahrungsmittel.

Unsere Partnerorganisation DIACONIA startet jetzt die Aktion: Gemeinsam gegen Corona.

Über die nächsten vier Monate werden auf dem Gelände von DIACONIA Hilfspakete verteilt.

Hygieneprodukte (Antibakterielle Seife, Mundschutz, Waschpulver etc.)

Nahrungsmittel (Nudeln, Öl, Honig, Marmelade etc.)

Wir wollen unseren Partnern in Armenien helfen!

Wollen Sie uns dabei unterstützen?


Für 50 Euro kann DIACONIA jeweils 1 Hilfspaket zusammenstellen.

Jeder Betrag für diese Aktion hilft weiter!

Verwendungszweck: CORONA-Armenien

IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank Frankfurt am Main

Ein Team von DIACONIA bei der Verteilung von Hilfsgütern

Armeniens Nachbarland Iran hat die Corona-Pandemie besonders stark getroffen. Vermutlich brachten zwei armenische Touristen den Corona-Virus aus dem Iran mit nach Armenien.

Die armenische Regierung hat rasch gehandelt. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen. Wichtig Maßnahmen zum Eindämmen des Virus wurden eingeleitet. Der Unterricht an Schulen findet jetzt über E-Learning statt. Apotheken und Krankenhäuser sind verständlicherweise offen. Ansonsten ruht das sonst so geschäftige Leben in Eriwan, Armeniens Hauptstadt. Wem es möglich ist, der soll von zu Hause aus arbeiten. Für den Weg zur Arbeit gibt es Passierscheine. Der Arbeitgeber muss diese für seine Arbeitnehmer ausstellen. Selten nur gehen die Menschen vor die Tür. Spaziergänge gibt es meistens nur unmittelbar vor der eigenen Haustür.

„Mein Eindruck ist, dass durch die Pandemie die Gesellschaft stärker zusammenrückt. Armenier, die sich im Ausland befinden werden mit Charterflügen zurück nach Armenien geholt. Supermärkte haben extra Einkaufszeiten für Risikogruppen, wie alte Menschen, eingerichtet. Die Supermärkte sind übrigens voll. Hamsterkäufe gibt es keine“, erzählte Baru Jambazian, Leiter von DIACONIA.

DIACONIA hat sich auf die ungewöhnliche Situation eingestellt. Die meinten Mitarbeiter sind im Home-Office. Nikol Paschinjan, der Ministerpräsident Armeniens, sprach sogar davon, dass die Situation bis zu 18 Monaten andauern wird.

„Die gesamte Arbeit wird sich etwas verlangsamen. Wir werden lernen damit umzugehen und uns sowie die Arbeit anpassen“, ergänzte Baru Jambazian im Gespräch mit dem Hilfsbund.

So plant man u.a. bedürftigen Familien mit der Verteilung von Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln durch die Zeit der Krise das Überleben zu sichern.

 


 

Anfang dieser Woche hieß es Abschied nehmen. Die jungen, armenischen Musiker und das Team von DIACONIA Charitable Fund sind zurück nach Eriwan geflogen. Nach dem Jahresfest beim Hilfsbund war das Team von DIACONIA und ihre Musiker noch in einigen Gemeinden zu Gast. Die Vorträge waren eindrücklich. Das musikalische Programm und die tänzerischen Darbietungen haben Besucher in Mittel – und Süddeutschland begeistert.

Wir freuen uns schon auf die nächste Tour!

Zur Tour von DIACONIA  gab es ein paar Pressemeldungen. Lesen Sie selbst!

https://www.idea.de/menschenrechte/detail/wo-kinder-im-schlaf-von-ratten-angefallen-werden-110548.html

https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/linden-ort848774/familien-hoffnung-geben-13033466.html

Hilfe für Patenkinder in Armenien – Taunuszeitung 19.09.2019

Am vergangenen Sonntag feierte der Hilfsbund sein diesjähriges Jahresfest. Der Gottesdienst fand in der evangelischen Kirche zu Gonzenheim statt. Das Motto des Tages lautete: „Der Nächste, Bitte.“ Die Predigt hielt der neue Vorstandsvorsitzende Pfarrer Daniel Geiss. Den Blick für den Nächsten zu schulen, betonte Pfarrer Geiss in seiner Predigt.

Pfarrer Geiss ist dem Hilfsbund schon seit Jahrzehnten verbunden. Im Interview nach dem Gottesdienst sagte er etwas schmunzelnd: „Seit Kindesbeinen kenne ich den Hilfsbund. Der Hilfsbund ist meine erste Liebe. Erst später lernte ich andere Missionswerke kennen.“

Das Wort Bund ist für Pfarrer Geiss aussagekräftig. „Wir verbünden uns mit Christen im Orient. Dafür steht der Hilfsbund“, sagte er.

Auf die Frage was er sich wünsche, wenn er einen Wunsch frei hätte antwortet Pfarrer Geiss: „Uns neu mit jungen Menschen in Deutschland für den Hilfsbund zu verbünden.“   

Dekan Pfr Michael Tönges-Braungart (Ev. Dekanat Hochtaunuskreis), Bürgermeister Meinhard Matern (Stadt Bad Homburg), Baru Jambazian (Diaconia Charitable Fund/Armenien) überbrachten Grußworte.

Am Nachmittag berichteten die Gäste des diesjährigen Jahresfestes, die Leiter der armenischen Partnerorganisation DIACONIA Charitable Fund – Baru und seine Frau Anna Jambazian. „Dem Nächsten dienen – Neues aus Armenien.“ war der Titel des Vortrages.

Baru Jambazian –im Libanon geboren und in Wetzlar aufgewachsen – kam vor zwanzig Jahren nach Armenien. Jakob Jambazian – Barus Vater und ehemaliger Transworld Radio Missionar – begründet die Arbeit vor über dreißig Jahren.

Seither ist die Arbeit stark gewachsen. Mittlerweile betreut DIACONIA Charitable Fund über 3000 Patenkinder.

Vor einem guten Jahr begann die Zusammenarbeit bei Kinderpatenschaften zwischen dem Hilfsbund und der armenischen Organisation DIACONIA Charitable Fund.  „Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und sind gespannt was in Zukunft noch alles möglich sein wird“, betonte Geschäftsführer Dr. Andreas Baumann.

In seinem Vortrag sprach Baru Jambazian über Armeniens gegenwärtige Herausforderungen. Obwohl es im letzten Jahr eine friedliche Revolution gab und ein neuer Präsident – vom Volk gewünscht – eingesetzt wurde, ist Korruption noch ein großes Thema in Armenien.

Auf lebendige Art und Weise nahm Baru Jambazian die Besucher des Jahresfestes hinein in die täglichen Herausforderungen der Patenschaftsarbeit. „Man kann sich manchmal gar nicht vorstellen, in welchen menschenunwürdigen Zuständen viele Kinder in Armenien aufwachsen müssen. Wir haben bei unseren Besuchen Eltern kennengelernt, die abwechselnd nachts wach bleiben müssen, damit Ratten nicht die Kinder angreifen. Bei einem Kind war das halbe Ohr abgefressen.“ , sagte ein sichtlich betroffener Baru Jambazian

Jambazians reisten nicht alleine nach Deutschland. Sie wurden begleitet von einer Gruppe junger Musiker und einer Ballet-Tänzerin aus Armenien, welche den musikalischen Rahmen beim Jahresfest gestalteten. Die jungen Musiker wurden durch das Patenschaftsprogrammes gefördert. Die Besucher des Jahresfestes waren beeindruckt von den begabten Teenagern und wie diese doch ihr musisches Talent entwickeln konnten. Die musikalischen Beiträge waren für viele Besucher der Höhepunkt des Jahresfestes. Das Jahresfest bildet den Auftakt für eine Konzerttournee. Gemeinsam mit den Musikern werden Jambazians verschiedene Gemeinden – auch im Süddeutschen Raum – besuchen und von ihrer Arbeit berichten.

 

 


 

 

Vor drei Wochen war das Team des Orientierungsjahres-Korntal in Armenien. Die Teenager und Jugendlichen haben bei unserer Partnerorganisation DIACONIA einen zweiwöchigen caritativen und evangelistischen Einsatz gemacht. Für die O-Jahrler war es gleichzeitig auch der letzte, gemeinsame Höhepunkt des O-Jahres.

Am vergangenen Wochenende fand in Korntal nun die Verabschiedung der O-Jahrler statt. Wir gratulieren!

Im Video auf unsere Homepage berichten drei O-Jahrler von ihren Erlebnissen beim ihrem Einsatz in Armenien. Sehenswert und Ermutigend!


Zwei Wochen war das Team des Orientierungsjahres-Korntal im Juni in Armenien. Die Truppe aus Süddeutschland wurde auf zwei Orte in Armenien aufgeteilt. Eine Gruppe ging nach Tumanyan – ein Dorf im Norden Armeniens. Die andere Gruppe blieb in Eriwan. Nach zwei Wochen tauschten die Gruppen die Orte.

Die Truppe war bunt zusammengewürfelt. Ein Teil der jungen Erwachsenen war aus Deutschland. Ein anderer Teil aus aller Herren Ländern – viele Missionarskinder, denen das O-Jahr helfen soll wieder gut in Deutschland anzukommen. Über die unterschiedlichen Herkunftsländer der O-Jahrler zu erfahren war für die Kids aus Armenien spannend.

In Eriwan (genauer gesagt im Dorf der Hoffnung) haben die O-Jahrler ein Sommerprogramm für die Kids aus dem Dorf der Hoffnung gestaltet. Das Programm war super vielfältig. Es wurde gekickt, gemalt, gesungen und getanzt.

Jeder brachte sich ein – Handwerklich und Kreativ. Beides war gefragt. Auf dem Gelände von DIACONIA wurden Zäune und Bänke abgeschliffen und neu gestrichen. Im Lager freuten sich die Mitarbeiter von DIACONIA über die jungen Erwachsenen, die halfen Reis und Linsen zu verpacken.

Geistliche Imputs hatte das Team des O-Jahres auch im Gepäck. So gab es einen Gebetsworkshop für die Kids – wie man mit Gott redet, war das Thema. Spaß hatten die Kids am Bibelverse auswendig lernen. Müde waren die Kids scheinbar nie. Bewegungslieder mit christlicher Botschaft fanden die Kids immer toll.

Nach zwei Wochen verließ die Truppe aus Korntal schweren Herzens Armenien.

Eine Mitarbeiterin von DIACONIA bedanke sich zum Schluss mit den Worten: “So eine Gruppe mit solch einer Botschaft hat uns gerade noch gefehlt. Toll, dass ihr da wart!“


Wenige Termine sind im September 2019 noch frei! Wer/welche Gemeinde hat Interesse an einem Abend mit guter armenischer Musik und Infos über die Arbeit unserer Hilfsbund-Partnerorganisation Diaconia?

Die Musiker sind alle selbst Jugendliche, die von Diaconia gefördert wurden, entweder über eine Patenschaft oder weil sie im “Dorf der Hoffnung” wohnen …

Bei Interesse: Gerne im Hilfsbund Büro melden.

Tel.: 0 61 72 – 89 80 61 oder info@hilfsbund.de

https://www.facebook.com/Diaconiacharitablefund/photos/a.292802890895631/1238964319612812/?type=3&theater