Gerade befindet sich Projektbegleiter Matthias Schüttler im Nordirak. Er trifft sich mit Mitarbeitern unserer Partnerorganisation CAPNI und besucht Projekte, die durch den Hilfsbund unterstützt werden. Vor ein paar Tagen traf Matthias Schüttler Hayk Artin. Hayk ist Armenier und lebt in der Ortschaft Semeel. Dieser Ort liegt ungefähr 14 Km von Dohuk entfernt. Momentan lebt Hayk mit seiner Mutter und mit seiner Schwester zusammen. Sein Wunsch ist es bald zu heiraten. Um sich eine solide Zukunft für sich und seine Braut aufzubauen, möchte Hayk seine Kfz-Werkstatt umbauen und verschiedene Geräte für die Wartung von Motoren anschaffen.

Im Video bedankt er sich für all die Ermutigung und Hilfe, welche er durch den Hilfsbund bereits erfahren hat.

Weiter Informationen zu unserem Jubiläumsprojekt für den Irak und den aktuellen Spendenstand finden Sie auf unserer Homepage. Dazu einfach HIER klicken.


Der Christliche Hilfsbund im Orient e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, anlässlich seines 125. Jubiläumsjahres 125.000 Euro zu sammeln, um damit 30 weitere Arbeitsplätze für Christen im Nord-Irak zu schaffen. So soll christlichen Familien wieder eine Lebensgrundlage gegeben werden, die es ihnen ermöglicht in ihrer Heimat zu bleiben und sich dort eine Zukunft aufzubauen. Nachdem bis jetzt bereits 28.190 Euro für dieses Projekt eingegangen sind, wurde nun mit der 1. Projektphase der Umsetzung begonnen. Mit dem Projektpartner vor Ort, der einheimischen christlichen Organisation CAPNI, wurde eine Vereinbarung geschlossen, die eine erste Umsetzungsphase im Umfang von 60.000 Euro in die Wege leitet: Ab sofort können – nach dem aus den vergangenen Jahren bereits erfolgreich bewährten System – weitere Kredite an Personen vergeben werden, die geeignete Projekte vorweisen. Es sollen Arbeitsplätze in Handwerksbetrieben, Läden, in sonstigen Kleinbetrieben oder der Landwirtschaft geschaffen schaffen. Zur Ausfinanzierung des Projektes sind wir für weitere Spenden dankbar!

Zusätzliche Infos finden Sie auf unserer Homepage unter folgenden Seiten: Irak und Jubiläumsprojekt

Für weitere Spenden sind wir dankbar, damit wir unser Spendenziel von 125.000 Euro erreichen.

Stichwort: Jubiläumsprojekt

IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20

BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank Frankfurt am Main


In der folgenden Galerie sehen Sie Menschen aus dem Nordirak, denen durch verschiedene Projekte geholfen werden konnte

Trotz Corona konnten wir auch im vergangenen Jahr Menschen im Nordirak helfen. Oft hatten die Empfänger zuvor ein eigenes Geschäft, eine Landwirtschaft oder ein gesichertes Einkommen. Durch äußere Notlagen wie die Vertreibung durch den IS, Enteignung oder sonstige Schicksalsschläge wurde ihnen die Lebensgrundlage für eine eigene Existenz entzogen. Unser Jubiläumsprojekt soll Menschen im Nordirak helfen wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Auf unserer Homepage lesen Sie mehr dazu.

Hier ein Statement eines Hilfeempfängers aus dem Nordirak:

“Mein Name ist Fadi Jamal Hanna. Ich komme ursprünglich aus Tel Keppe einer christlich-assyrischen Stadt, die in der Ninive-Ebene liegt. Als der IS unsere Stadt überfiel, musste ich fliehen. Nun lebe ich in Enishke, einem assyrisch-christlichen Dorf in der Provinz Dohuk. Ich bedanke mich von Herzen beim Christlichen Hilfsbund im Orient. Durch die Schafzucht ist es mir möglich meine Familie zu unterstützen und meine Lebensbedingungen zu verbessern. Vielen Dank, dass ich diese Chance bekommen habe.”

 

Am Montag dieser Woche ist der Papst von seiner Irakreise zurückgekehrt. Freitag vergangene Woche kam der Heilige Vater in Bagdad an. Die irakischen Christen haben sich sehr auf den Besuch aus Rom gefreut. Eine seiner Stationen auf der Papstreise war die Stadt Mossul. Die ehemalige “Hauptstadt” des IS im Irak. Inmitten der Trümmer von zerstörten Kirchen gedachte er der Opfern des IS. Für die Christen im Irak war sein Besuch sicherlich ein Zeichen der Hoffnung. Es war der erste Besuch eines Papst im Irak. Der Leiter unserer Partnerorganisation CAPNI, Emmanuel Youkhana, sprach mit zwei großen deutschen Zeitungen im Vorfeld des Papstbesuches vor welchen Herausforderungen das orientalische Christentum im Irak steht. Die Links zu den Artikel finden Sie auf unserer Homepage.


Interview mit Emmanuel Youkhana in der ZEIT

Interview mit Emmanuel Youkhana in der Süddeutschen-Zeitung

 

 

Wir feiern in diesem Jahr unser 125-jähriges Jubiläum. Unser Jubiläumsprojekt soll den Menschen im Nordirak zugute kommen. Für weitere Infos bitte HIER klicken. In unregelmäßigen Abständen wollen wir in diesem Jahr Menschen aus dem Nordirak, die unsere Unterstützung bekommen, zu Wort kommen lassen. Wir beginnen mit Elbra.

Mein Name ist Elbra. Ich lebe im Nordirak. Genauer gesagt in dem Dorf Bagera. Ich habe einen Universitätsabschluss, aber Arbeit finde ich damit leider nicht. Doch ich besitze auch eine kleine Obstplantage. Das ist alles was ich habe. So konzentriere ich mich auf den Obstanbau, um davon meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Mit Ihrer Unterstützung konnte ich einen kleinen roten Traktor kaufen, den Sie im Hintergrund sehen. Dieser ist eine unverzichtbare Hilfe bei der Ernte in meinen Obstgärten und beim Abtransport der Früchte zum nächstgelegenen Markt. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken für all die Unterstützung, die ich durch den Hilfsbund bekommen habe.

Zunächst sah es so aus, als würde der Nordirak vom Coronavirus verschont bleiben. Noch im Februar konnte unser Projektbegleiter Matthias Schüttler problemlos einreisen. Als sich das Virus doch weiter verbreitete, reagierte die Zentralregierung schnell und schloss die Außengrenzen. Die Regierung im Nordirak verhängte auch frühzeitig einen Lockdown. Es gab nur wenige Corona-Fälle. Doch kam es anders als gedacht. Das Virus hatte dann doch noch “voll zugeschlagen” – eine zusätzliche Belastung für das Land, neben all den anderen Herausforderungen. Unsere Partnerorganisation CAPNI hatte etliche Infektionen zu verkraften. Die meisten Krankheitsverläufe waren jedoch mild. Gott sei Dank!

Die für Oktober geplante Reise in den Nordirak war nicht möglich. Der für November geplante Runde Tisch mit den Partnern CAPNIs in Budapest fand online statt. Trotz aller räumlichen Distanz war eine große gegenseitige Wertschätzung und familiäre Atmosphäre zu spüren.

CAPNI hat in 2020 mit vollem Einsatz gearbeitet. Das Motto „Keep the hope alive“ sollte auch in diesem Jahr gelebt werden. Wir als Hilfsbund freuen uns einen Beitrag dazu geleistet zu haben. Insgesamt 60.000 € konnten wir als Hilfsbund beisteuern. Menschen im Nordirak erhielten dadurch eine Ausbildung. Und auch weitere Arbeitsplätze konnten durch unsere Unterstützung geschaffen werden. Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle an alle Hilfsbund Freunde, die das möglich gemacht haben.

Auch im nächsten Jahr, dem 125 jährigen Bestehen des Hilfsbundes, möchten wir uns mit einer besonderen Spendenaktion für die Christen im Irak einsetzen. Anfang des kommenden Jahres werden wir Sie über Details zur Spendenaktion informieren.

Leere Straßen im Nordirak

 

Das öffentliche Leben ist im Nordirak weitgehend zum Erliegen gekommen. Corona-Fälle sind bisher wenige bekannt. Die Regierung verhängte früh eine Ausgangssperre. Am letzten Wochenende waren es offiziell 127 Infizierte – 8 davon in Dohuk. Bisher gibt es noch keine Meldungen zu Corona-Erkrankungen aus Flüchtlingslagern.

Rechtzeitig veranlasste die Regierung die Schließung von Schulen und Kindergärten. Für Schulen stehen nun Online-Lernkurse bereit. Das Zusammentreffen von vielen Menschen bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Beerdigungen wurde verboten.

System-relevante Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Polizeireviere und Supermärkte bleiben weiterhin geöffnet.

“Die meisten Menschen bleiben zu Hause, aus Angst vor einer Infektion. Die Regierung hat die Straßen hier in Dohuk und in der Ninive-Ebene weitestgehend gesperrt. Die öffentlichen Plätze wurden von der Regierung desinfiziert., schrieb uns eine CAPNI-Mitarbeiterin.

Im Februar war Projektleiter Matthias Schüttler zuletzt im Irak. Im irakisch-armenischen Dorf Avzrog nahm er noch an einem gut besuchten Gottesdienst teil.

Die Mitarbeiter von CAPNI passen sich den neuen Arbeitsbedingungen gut an – Jetzt ist Homeoffice angesagt. Die Bürozeiten sind klar geregelt und die gemeinsame Zeit im Büro wird sehr kurz gehalten. Die Kommunikation läuft hauptsächlich über Skype, Telefon, Mail und Soziale Medien.

Die Weiterbildungskurse für Flüchtlinge pausieren gerade. An einem Konzept für Online-Kurse wird gearbeitet. Doch gilt hier: Die Arbeit wird weitergehen und alternative Wege zur Wissensvermittlung gefunden werden.

Keep the hope alive – ist das Motto unserer Partnerorganisation CAPNI. Doch wie lebt man solch ein Motto in einer Pandemie?

“In einer Baumschule habe ich vor kurzem Olivenbäume gesehen. Ich erinnerte mich an die Geschichte der Sintflut. Das Hoffnungszeichen ist der Ölzweig im Schnabel der Taube. Es ist für mich ein schönes Bild, dass Gott die Menschen nicht vergessen hat. Wir dürfen darauf hoffen, dass es ganz sicher eine Zeit nach Corona geben wird.”, sagte Emanuel Youkhana der Leiter von CAPNI zu Projektleiter Matthias Schüttler in einem Telefonat.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz rechts im Bild: Atur mit einer Teilnehmerin

Es ist eine bunt gemischte Gruppe. Zwölf Frauen hören gespannt Atur zu. Atur ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die fest mit beiden Beinen im Leben steht. An je drei Tagen pro Woche über einen Zeitraum von zwei Monaten bringt sie Frauen das Nähen bei. 50 Unterrichtsstunden sind es insgesamt.

Sie stellen Accessoire für Hochzeitsfeiern her. Atur vermittelt den Teilnehmerinnen Fertigkeiten beim Nähen. Doch geht es um mehr: Die gemischte Zusammensetzung der Gruppe soll den sozialen Zusammenhalt stärken.

Die Frauen kommen aus der gleichen Nachbarschaft. Doch sind sie sich fremd. Ein Teil der Teilnehmer kommt aus dem Dorf Sharia. Der andere Teil aus dem Flüchtlingslager Sharia. Es sind ortsässige Frauen (Inlandsflüchtlinge) und jesidische Frauen – vom IS verschleppt. Der Kurs soll helfen Vorurteile gegen den anderen abzubauen.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation CAPNI und der ortsansässigen „Sharia Women Society“ wird dieses Schulungsprogramm durchgeführt.

Wir sind dankbar über solche Projekte. Nicht nur praktische Fähigkeiten werden vermittelt. Die Begegnungen zwischen den Frauen hilft auch, dass das Vertrauen innerhalb der irakischen Gesellschaft wieder wächst.

Unser Dank gilt allen Freunden des Hilfsbundes, die durch ihre Spende solche Projekte erst ermöglichen.

 

 

 

Der CHBO (Hilfsbund) macht sich im Nordirak stark für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dazu gehört auch die Entwicklung von Strukturen in Dörfern (Community Development). Ohne strukturelle Sicherheiten ist es unmöglich langfristig Arbeitsplätze zu schaffen. Matthias Schüttler ist Projektbegleiter für unsere Arbeit im Nordirak. Auf seiner letzten Reise Mitte Juni besuchte er verschiedene Projekte von unserer Partnerorganisation CAPNI. Projekte, welche durch den Hilfsbund finanziert wurden und solche, die noch in der laufenden Finanzierung sind.

Wir sind dankbar, dass wir im Nordirak schon vielen Menschen eine Hilfe sein konnten.

 

Im letzten Jahr finanzierte der Hilfsbund einen Lehrgang für Lederverarbeitung. Nun gibt es Grund zum Feiern. Der Lehrgang ist erfolgreich beendet. Als Anerkennung bekamen die Teilnehmer einen Werkzeugkasten geschenkt. Ein Highlight des Tages war der “Capni-Hilfsbund (CHBO)-Kuchen”.

Wir freuen uns mit allen Absolventen. Gutes Gelingen und Gottes Segen wünschen wir von Herzen.