Wir feiern Geburtstag. Der christliche Hilfsbund im Orient begeht dieses Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Das ist ein Grund zur Freude und zum Dank für Gottes gute Führung über ein Jahrhundert hindurch. Doch bleiben wir dabei nicht stehen. Wir blicken nach vorne – auch in schwierigen Zeiten, wie diesen. Für uns ist die 125 mehr als eine Zahl. Sie steht für unser Jubiläumsprojekt, um Christen im Irak eine Zukunft zu geben. Worum es geht lesen Sie HIER. 

 

Am Sonntag erreichte uns die Nachricht, dass unser langjähriger Hilfsbund-Vorsitzender Pfr. i.R. Rainer Geiss am 20. Dezember zu seinem himmlischen Vater heimgegangen ist.

Über 40 Jahre lang hat Rainer Geiss als Vorstandsmitglied die Arbeit des Hilfsbundes wesentlich geprägt. Von 2001 bis 2019 war er Erster Vorsitzender unseres Hilfswerkes.

In die Amtszeit von Rainer Geiss fallen wichtige Grundsatzentscheidungen, wie z.B. die Gründung der Stiftung Christlicher Hilfsbund im Jahre 2004. Wichtig war Rainer Geiss vor allem die geistliche Ausrichtung unserer Arbeit. Das hat den Hilfsbund geprägt und Spuren hinterlassen. Als er im vergangenen Jahr den Vorsitz beim Hilfsbund in jüngere Hände legte, gab er uns noch das Wort aus Matthäus 10,7 mit auf den Weg: „Jesus spricht: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe herbei gekommen.“

Er schrieb dazu: „Die Botschaft des Evangeliums ist keine Last und kein Gesetzeskatalog, der einzuhalten ist. Es ist die frohe Botschaft, dass in Jesus die Schuld vergeben ist, dass Lebenssinn und Hoffnung auf Gottes Reich, hier bereits Freude und Standhaftigkeit wirkt. Wir verkündigen nicht das Ende der Welt … Wir sagen es laut: Gottes Reich ist nahe herbei gekommen.“

Wir schauen dankbar auf das, was unser himmlischer Vater uns mit unserem Bruder Rainer Geiss geschenkt hat. In SEINER Hand dürfen wir ihn wissen. Unsere Fürbitte gilt seiner Frau Ruth und der ganzen Familie.

Andreas Baumann

Theol. Leiter und Geschäftsführer

Christl. Hilfsbund im Orient e.V.

Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Nicht nur, dass uns alle die Corona-Pandemie betraf, sondern auch die Detonation in Beiruts Hafen und der Krieg in Bergkarabach waren für unsere Arbeit einschneidende Erlebnisse. In seiner Videobotschaft bedankt sich Geschäftsführer Dr. Andreas Baumann herzlich bei den Hilfsbundfreunden, die es erst möglich gemacht haben, dass wir unseren Partnern in 2020 Hilfe und Rückhalt geben konnten.

Gemeinsam mit unseren Partnern aus dem Irak, Syrien, Armenien und Libanon wollen wir in dieser vorweihnachtlichen Zeit, auf das schauen was uns der Prophet Jesaja zusagt:

“Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.” Jesaja 9:5

 

Gott sei Dank! Dieses Mal sind wir mit unserer Zeitschrift, der “Impulse”, (nicht) ganz aktuell. Der Krieg in Armenien ist vorbei. Auf unserem Cover war es noch anders zu lesen. Doch durch die Vermittlung von Russland kam es zu einem Friedensabkommen zwischen Aserbaidschan und Armenien. Die Menschen in Armenien erleben gerade die schwersten Zeiten seit Jahrzehnten. Der Krieg hat die Menschen aus den Kampfgebieten vertrieben. Mindesten 100.000 Flüchtlinge sind aus der autonomen Republik Berg-Karabach nach Armenien geflohen, ob sie wieder in ihre Gebiete zurückkehren können ist fraglich. Unsere Partnerorganisation DIACONIA versorgt die Menschen bei ihrer Ankunft in Armenien mit dem Nötigsten – Decken, Lebensmittel und Hygieneartikel. Und plant mit ihnen soweit wie möglich die nächsten Schritte.

“Manchmal fühlt es sich so an, als wollte all das Leid einen innerlich überrollen. In solchen Situationen ist mir das Wort aus 2. Timotheus 1,7 wichtig geworden: „Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Stellen wir uns ihm zur Verfügung, dann kann er uns gebrauchen, egal wie begrenzt wir sind!”, schreibt der Hilfsbund Geschäftsführer Andreas Baumann im Editorial der aktuelle Impulse-Ausgabe.

Was für eine wichtige und ermutigend Bibelstelle in diesen besonderen Zeiten.

In dieser Impulse-Ausgabe finden Sie aktuelle Berichte aus unseren anderen Projektländern Libanon, Syrien und Irak. Gerne können Sie die Impulse bei uns als PDF-Dokument oder als Magazine kostenfrei bestellen. Dafür einfach HIER KLICKEN!   

Über jedes neue Abo freuen wir uns!

 

 

Da das Hilfsbund-Jahresfest in diesem Jahr ausfallen muss, laden wir alle Interessierten stattdessen dazu ein, sich am Sonntag, den 25. Oktober 2020, ab 10:00 einem Hilfsbund-Gottesdienst online anzuschauen. An diesem Sonntag ist Missionsleiter Andreas Baumann im Gottesdienst der Stadtmission Worms zu Gast und wird neben der Predigt in einem Interview auch Auskunft geben über die aktuelle Hilfsbundarbeit. Der Gottesdienst kann im YouTube-Kanal der Stadtmission Worms ab 10:00 Uhr live verfolgt (oder auch nachträglich noch angeschaut) werden:

Zum Youtube-Kanal der Stadtmission: Hier Klicken!

Herzliche Einladung!

 

 

Vor ein paar Tagen posteten unsere Partner in Armenien das Cover unseres aktuellen Magazines – der Hilfsbund-Impulse. Sie haben sich darüber gefreut, dass wir versucht haben so viele unserer Projektpartner wie möglich aufs Cover zubringen. Aktuell natürlich alle nur mit Maske, weil wir “Gemeinsam durch die Krise” gehen. Das hat uns gefreut – deswegen der Hinweis:

Unser Magazin kann man als Print oder Pdf-Ausgabe kostenlos bei uns beziehen. Dieses erscheint viermal im Jahr. Einfach auf unserer Homepage vorbeischauen. Wir berichten über aktuelle Entwicklungen in unseren Projekten. Durch Interviews, Berichte und Fotos bringen wir die Anliegen unserer Projektpartner den Impulse-Lesern näher.

Falls Sie sich für unseren Newsletter interessieren gibt es hier die Möglichkeit diesen zu abonnieren. Der Newsletter wird viermal im Jahr verschickt. Einmal zwischen jeder Impulse-Ausgabe. Jedes neue Abonnement ist für uns ein Grund zur Freude.

 


Diesen Monat war Andreas Baumann, Leiter des Hilfsbundes zu Gast im Gottesdienst Livestream der Stadtmission in Alzey. Zu Beginn des Gottesdienstes sprach er mit Pastor Frieder Wiener im Interview über die Hilfsbund-Projektländer Libanon, Armenien und Irak.

Auf die Frage wie er sich fühle, wenn er an diese Länder denke gab Andres Baumann folgende Antwort:

“Wenn ich an diese Länder denke, dann habe ich bestimmte Menschen vor Augen mit denen wir unterwegs sind. Es sind Menschen mit denen ich persönlich befreundet bin. Teilweise sind wir schon seit Jahren miteinander unterwegs. Wir gehen gerade durch die gleiche Krise. Manche Dinge ähneln sich sehr. Doch auf der anderen Seite sind die Herausforderungen dort um Welten größer – schon vor der Krise. Es ist für mich ein mitleiden, mitdenken und mitbeten für bestimmte Personen, die mir da in den Sinn kommen.”

Einen Mitschnitt des kompletten Interviews können Sie im Video unten sehen.

 


Über jeden Betrag, sei dieser auch noch so groß oder noch so klein freuen wir uns. Jede Unterstützung hilft unseren Projektpartnern ein Stück weiter.

IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20
BIC: GENODEF1EK1 Ev. Bank Frankfurt

Wenn Sie noch weitere Detailfragen zu unseren laufenden Projekten haben, dann schreiben Sie uns gerne eine Mail oder rufen uns in Bad Homburg an.

 

Andreas Baumann, Leiter Hilfsbund e.V.

 

Die gegenwärtige Krise trifft alle – unsere Internationalen Partner genauso wie uns beim Hilfsbund. Immer wieder hören wir die Frage: „Und wie geht es euch in Deutschland mit Corona?“ Wir begegnen uns als Betroffene auf Augenhöhe – das tut gut …

So bringt auch der Titel der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift zum Ausdruck, was dran ist: „Gemeinsam durch die Krise“! Möchten Sie unsere Zeitschrift kostenlos erhalten, dann schauen Sie gerne auf unserer Homepage vorbei. Wir freuen uns auf Sie.

Natürlich trifft dieselbe Krise andere Länder sehr viel härter als Deutschland. Die Menschen im Irak und in Syrien haben Jahre mit Krieg und Zerstörung hinter sich. Der Libanon war bereits vor der Corona-Krise politisch und wirtschaftlich am Ende. Jetzt ist er bankrott. In Armenien trifft die Krise auf eine ganze Bevölkerungsschicht, die sich schon bisher kaum über Was­ser halten konnte. Jetzt fehlt das Lebensnotwendige.

Unsere internationalen Partner improvisieren: Arbeitszweige müssen verändert werden oder zeitweise ganz ruhen. Dafür entsteht Neues: So haben z.B. unsere Partner in Armenien damit begonnen, Lebensmittel- und Hygiene-Pakete an besonders bedürftige Familien zu verteilen.

Gerade jetzt wollen wir zusammenstehen mit unseren Glaubensgeschwistern!

 

Andreas Baumann, Leiter Hilfsbund e.V.

“Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lädt auch im Jahr 2020 alle Kirchengemeinden in ihrem Bereich sowie in anderen Konfessionen dazu ein, am zweiten Sonntag der Passionszeit (Reminiszere, 08. März 2020) für bedrängte und verfolgte Christen zu beten. Eine entsprechende Materialsammlung stellt den Gemeinden Informationen über die Lage von christlichen Minderheiten und liturgische Bausteine zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Fürbitte 2020 ist die Situation der Menschen in Syrien.“, heißt es auf der Homepage der EKD.

Die Informationsmaterialien finden Sie unter folgendem Link:

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/reminiszere_2020_syrien.pdf

Auch Partner des Hilfsbundes kommen in der Informationsbroschüre zu Wort. So Pfarrer Haroutune Selimian , Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien und Pfarrer Dr. Paul Haidostian, Präsident der Haigazian Universität in Beirut.

“Gestatten Sie mir, etwas Entscheiden des anzumerken. Wenn Christen im Westen uns fragen, warum wir immer noch im Nahen Osten leben und nicht längst emigriert sind, dann entmutigen sie uns damit. Wer immer wieder mit dieser Vorstellung „es gibt keine Zukunft für das Christentum im Nahen Osten“ konfrontiert wird,
ist nicht mehr pro aktiv und resigniert irgendwann. Was die Christen im Nahen Osten viel mehr brauchen, ist eine klare Ermutigung.”, sagt Pfarrer Dr. Paul Haidostian im Interview mit einer Mitarbeiterin der EKD

Ein entscheidender Teil unserer Arbeit ist die Ermutigung unserer Partner und Freunde im Nahen Osten. Regelmäßig für unserer christlichen Geschwister im Nahen Osten zu beten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

Am vergangenen Wochenende fand die JUMIKO 2020 (Jugend Missions Konferenz) in Stuttgart statt. Wie im letzten Jahr, war der Hilfsbund wieder mit einem Stand dabei. Die beiden Projektkoordinatoren Matthias Schüttler und Lukas Reineck betreuten den Stand. Übersehen konnte man den Stand kaum – alles war in knalligem Orange gehalten. Viel wurde über die Einsatzländer Syrien, Libanon, Armenien und Irak gesprochen. Interessiert waren die Standbesucher häufig an einem praktischen Einsatz.

Immer wieder kamen Jugendlichen an den Stand und fragten: “Kann man bei Euch einen Kurzzeit-Einsatz machen?”

Solch eine Anfrage hat die Hilfsbundmitarbeiter gefreut. Und JA! es ist möglich in unserem Projektland Armenien einen Kurzzeiteinsatz zu machen.

Falls du daran Interesse hast und weitere Infos möchtest, kannst du gerne Lukas Reineck eine Mail schreiben: lukas.reineck@hilfsbund.de