Desinfektion bei einer Hilfspaketverteilung auf dem Gelände von DIACONIA

 

Armenien befindet sich im Ausnahmezustand. Das öffentliche Leben ruht. Auch in Armenien war die Pandemie für viele Menschen eine böse Überraschung. Mit plötzlicher sozialer Isolation, Lohnausfall und Zukunftsängsten lässt es sich schwer leben.

Viele Menschen in Armenien haben nur einfache Jobs oder schlagen sich als Tagelöhner durch – sie sind jetzt arbeitslos geworden! Dieser Zustand ist für die ärmere Bevölkerungsschicht existenzbedrohend. Am Nötigsten fehlen gerade: Hygieneartikel, Desinfektionsmittel und Grundnahrungsmittel.

Unsere Partnerorganisation DIACONIA startet jetzt die Aktion: Gemeinsam gegen Corona.

Über die nächsten vier Monate werden auf dem Gelände von DIACONIA Hilfspakete verteilt.

Hygieneprodukte (Antibakterielle Seife, Mundschutz, Waschpulver etc.)

Nahrungsmittel (Nudeln, Öl, Honig, Marmelade etc.)

Wir wollen unseren Partnern in Armenien helfen!

Wollen Sie uns dabei unterstützen?


Für 50 Euro kann DIACONIA jeweils 1 Hilfspaket zusammenstellen.

Jeder Betrag für diese Aktion hilft weiter!

Verwendungszweck: CORONA-Armenien

IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank Frankfurt am Main

Ein Team von DIACONIA bei der Verteilung von Hilfsgütern

Armeniens Nachbarland Iran hat die Corona-Pandemie besonders stark getroffen. Vermutlich brachten zwei armenische Touristen den Corona-Virus aus dem Iran mit nach Armenien.

Die armenische Regierung hat rasch gehandelt. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen. Wichtig Maßnahmen zum Eindämmen des Virus wurden eingeleitet. Der Unterricht an Schulen findet jetzt über E-Learning statt. Apotheken und Krankenhäuser sind verständlicherweise offen. Ansonsten ruht das sonst so geschäftige Leben in Eriwan, Armeniens Hauptstadt. Wem es möglich ist, der soll von zu Hause aus arbeiten. Für den Weg zur Arbeit gibt es Passierscheine. Der Arbeitgeber muss diese für seine Arbeitnehmer ausstellen. Selten nur gehen die Menschen vor die Tür. Spaziergänge gibt es meistens nur unmittelbar vor der eigenen Haustür.

„Mein Eindruck ist, dass durch die Pandemie die Gesellschaft stärker zusammenrückt. Armenier, die sich im Ausland befinden werden mit Charterflügen zurück nach Armenien geholt. Supermärkte haben extra Einkaufszeiten für Risikogruppen, wie alte Menschen, eingerichtet. Die Supermärkte sind übrigens voll. Hamsterkäufe gibt es keine“, erzählte Baru Jambazian, Leiter von DIACONIA.

DIACONIA hat sich auf die ungewöhnliche Situation eingestellt. Die meinten Mitarbeiter sind im Home-Office. Nikol Paschinjan, der Ministerpräsident Armeniens, sprach sogar davon, dass die Situation bis zu 18 Monaten andauern wird.

„Die gesamte Arbeit wird sich etwas verlangsamen. Wir werden lernen damit umzugehen und uns sowie die Arbeit anpassen“, ergänzte Baru Jambazian im Gespräch mit dem Hilfsbund.

So plant man u.a. bedürftigen Familien mit der Verteilung von Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln durch die Zeit der Krise das Überleben zu sichern.

 


 

Leere Straßen im Nordirak

 

Das öffentliche Leben ist im Nordirak weitgehend zum Erliegen gekommen. Corona-Fälle sind bisher wenige bekannt. Die Regierung verhängte früh eine Ausgangssperre. Am letzten Wochenende waren es offiziell 127 Infizierte – 8 davon in Dohuk. Bisher gibt es noch keine Meldungen zu Corona-Erkrankungen aus Flüchtlingslagern.

Rechtzeitig veranlasste die Regierung die Schließung von Schulen und Kindergärten. Für Schulen stehen nun Online-Lernkurse bereit. Das Zusammentreffen von vielen Menschen bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Beerdigungen wurde verboten.

System-relevante Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Polizeireviere und Supermärkte bleiben weiterhin geöffnet.

“Die meisten Menschen bleiben zu Hause, aus Angst vor einer Infektion. Die Regierung hat die Straßen hier in Dohuk und in der Ninive-Ebene weitestgehend gesperrt. Die öffentlichen Plätze wurden von der Regierung desinfiziert., schrieb uns eine CAPNI-Mitarbeiterin.

Im Februar war Projektleiter Matthias Schüttler zuletzt im Irak. Im irakisch-armenischen Dorf Avzrog nahm er noch an einem gut besuchten Gottesdienst teil.

Die Mitarbeiter von CAPNI passen sich den neuen Arbeitsbedingungen gut an – Jetzt ist Homeoffice angesagt. Die Bürozeiten sind klar geregelt und die gemeinsame Zeit im Büro wird sehr kurz gehalten. Die Kommunikation läuft hauptsächlich über Skype, Telefon, Mail und Soziale Medien.

Die Weiterbildungskurse für Flüchtlinge pausieren gerade. An einem Konzept für Online-Kurse wird gearbeitet. Doch gilt hier: Die Arbeit wird weitergehen und alternative Wege zur Wissensvermittlung gefunden werden.

Keep the hope alive – ist das Motto unserer Partnerorganisation CAPNI. Doch wie lebt man solch ein Motto in einer Pandemie?

“In einer Baumschule habe ich vor kurzem Olivenbäume gesehen. Ich erinnerte mich an die Geschichte der Sintflut. Das Hoffnungszeichen ist der Ölzweig im Schnabel der Taube. Es ist für mich ein schönes Bild, dass Gott die Menschen nicht vergessen hat. Wir dürfen darauf hoffen, dass es ganz sicher eine Zeit nach Corona geben wird.”, sagte Emanuel Youkhana der Leiter von CAPNI zu Projektleiter Matthias Schüttler in einem Telefonat.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Desinfektionsaktion bei der armenisch-evangelischen Bethel-Gemeinde in Aleppo

Im Rahmen der Präventivmaßnahmen zur Corona-Krise hat die syrische Regierung entschieden, dass  Schulen bis zum 6.April geschlossen bleiben.

Alle Bürgerbüros, öffentliche Parks, Kinos, Theater, Hochzeitslocations, Sportvereine, Kindervereine und Internet-Cafes bleiben bis auf weiteres ebenfalls geschlossen. Im Zuge dessen wurden alle Busse, die auch ins Ausland fahren desinfiziert sowie alle öffentlichen Schulen.

“Als armenisch-evangelische Gemeinschaft haben wir uns bereit gemacht und Vorsichtsmaßnahmen getroffen um Angst, Panik und Sorge unter unseren Liebsten so gering wie möglich zu halten. Auch sind wir dabei die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu schützen, indem wir dafür notwendigen Mittel bereitstellen. Es gab Schulungen und Instruktionen. Wir weisen unsere Leute an vorsichtig zu sein, die Pandemie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den nationalen Vorschriften zur Prävention Folge zu leisten.” , schrieb uns vor ein paar Tagen Harout Selimian – Präsident der armenisch-evangelischen Kirche in Aleppo. 

 

 


 

Dr. Jany ist einer unserer Partner in Aleppo. Er ist mit verantwortlich für die ökumenischen Studententreffen, welche normalerweise dreimal im Jahr in Aleppo stattfindet. Momentan ist es nicht möglich, dass sich die Studierenden treffen. Man hofft, dass im Oktober wieder Treffen stattfinden können. Ob das auch so sein wird, kann niemand bisher sagen.

Gerade finden Desinfektionsaktionen in Aleppo statt. Dr. Jany schrieb uns dazu folgende kurze Nachricht: “Der Bürgermeister von Aleppo ordnete an, dass Starßenzüge und große Mülleimer gereinigt und desinfiziert werden sollen. Die Stadtverwaltung hat auch hygienisches Material an die Bevölkerung verteilt.”

In der folgenden Galerie sehen Sie Bilder der Desinfektionsaktion in Aleppo

 

 

Armenisch-Evangelische-Kirche in Anjar

Diese Woche erklärte die libanesische Regierung eine nationale Gesundheits-Notlage. Soweit als möglich soll für zwei Wochen das öffentliche Leben zum Erliegen kommen. Auch hier gilt: Es geht darum, dass die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) eingedämmt werden soll. Der libanesische Flughafen sowie Hafenzugänge wurden geschlossen. Außer Diplomaten kann niemand mehr reisen. Eine Ausgangssperre wurde nicht verhängt. Doch wurden die Bürger angehalten zu Hause zu bleiben und sich nicht in Gruppen draußen oder zu Hause zu treffen.

Es gab vereinzelt Polizeipatrouillen, die Gruppen an der Corniche (Strandpromenade von Beirut) auflösten. Größere Stadtparks wurden geschlossen. Zivil-Aktivisten forderten von Politikern, dass sie einen Teil ihrer Diäten in Notfalltöpfe für Corona-Erkankte spenden sollen. Einige der Politiker gingen der Forderung nach.

Bis Ende März wird ein Großteil der Banken im Libanon geschlossen bleiben. Die Bankfilialen sollen desinfiziert werden. Schon seit Tagen tragen Bankangestellte Handschuhe im täglichen Umgang mit Geld und der Kundschaft.

Krankenhäuser und Supermärkte sind noch geöffnet – Kindergärten, Schulen und Universitäten wurden geschlossen.

So bleiben das Internat und auch die Schule in Anjar bis auf Weiters geschlossen. Das Kultusministerium im Libanon hatte dies landesweit für alle Bildungseinrichtungen angeordnet.

“Wir machen uns große Sorgen, um unsere Internatskinder. Jetzt sind sie wieder bei ihren Familien. Wir wissen aber nicht, ob sie sich an die Hygienebestimmungen, wie regelmäßiges Händewaschen etc. halten. Das liegt nicht in unserer Hand. Hygieneinformationsmaterial haben wir ihnen mit nachhause gegeben. Natürlich hoffen wir, dass sie damit beschäftigen und die Anweisungen auch ernst nehmen.” , schrieb uns die Tage Nanor Kelenjian-Akbasharian, die Internatsleiterin in Anjar.

Nicht, dass die Corona-Krise schon genug wäre. Leider gab es einen heftigen Sturm an den Küstenregionen und den höher gelegenen Regionen des Libanons.

“Wir hatten Schäden auf dem Schulgelände. Leider wurde auch unsere Solaranlage und die Tür zum Kirchenbüro beschädigt sowie ein paar Stromleitungen. Doch wir haben die gröbsten Schäden bereits beseitigen können. Wir glauben, dass auch in diesen schwierigen Zeiten Gott bei uns ist. Wir glauben an seine Bewahrung in alle dem.”, teilte uns Pfarrer Hagob Akbasahrian mit.

Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es wichtig, dass wir einander im Blick haben und für einander Beten. In der letzten Woche erreichte uns eine Nachricht, dass unsere Freunde aus Anjar und Beirut gerade auch für Deutschland in diesen ungewöhnlichen und herausfordernden Zeiten beten. Dies zu hören hat uns im Hilfsbund-Büro in Bad Homburg sehr freut :).

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Pfarrer Harout Selimian in der Besprechung mit Lehrern und Angestellten der Poliklinik

Pfarrer Harout Selimian musste seine Deutschlandreise frühzeitig abbrechen. Die Schulen in Syrien sind bis auf Weiteres geschlossen – so auch die armenisch-evangelischen Schulen in Aleppo. Am vergangenen Sonntag wurden noch Gottesdienste in der Bethel- und Emmanuel Gemeinde in Aleppo gehalten. Natürlich mit allen hygienischen Vorschriften, welche einzuhalten sind. Sprich: Kein Händeschütteln und in der persönlichen Begegnung genügend Abstand bewahren.

Zum Schul-und Kirchenkomplex der armenisch-evangelischen Kirche gehört auch eine Polyklinik. Das frühzeitige Abreisen von Pfarrer Harout Selimian hatte folgenden Gründe: Material für die Polyklinik zu organisieren, um Coronainfizierte zu behandeln sowie E-Learning für die an die Bethel-Gemeinde angeschlossene Schule einzugerichten.

 


“Was können wir tun, um uns selbst vor Corona (Covid-19) zu schützen?”

Am vergangenen Freitag (13.März, 2020) war genau dies das Thema der Jugendgruppe in der Bethel Gemeinde. Sensibilisierung für das Thema und Prävention sollen den Jugendlichen helfen richtig mit dem Thema umzugehen. Hagop Daghlian, ein Medizinstudent aus Aleppo gestaltete den Abend.

 

 


Eine Nachricht von Dr. Jany. Er organisiert die dreimal jährlich stattfindenden ökumenischen Studententreffen in Aleppo. Heute erreichte uns folgende Nachricht: “Nun ist es in Syrien auch soweit. Unsere Grenze zum Libanon hin ist für zwei Wochen geschlossen. Ab dieser Woche sind auch Kirchen offiziell geschlossen. Lokale, Kinos und andere Ausgeh-Möglichkeiten wurden geschlossen. In den Supermärkten erlebt man hin und wieder Panikkäufe. Man sieht den Menschen an, dass sie Angst haben. Eigentlich sollte am Samstag ein weiteres Treffen unserer Studentenarbeit stattfinden, aber wir haben es verschoben – auf unbestimmte Zeit. Es wären mehr als 200 Teilnehmer gewesen. Es ist nicht weise sich in diesen Zeiten zu treffen. Es tut uns auch leid zu hören, wie ihr die Situation in Deutschland erlebt. Wir fühlen hier in Syrien mit Euch. Unser Gebet ist, dass Gott uns in Deutschland und Syrien einen Geist der Ruhe und Gelassenheit schenkt.” 

 

Ganz rechts im Bild: Atur mit einer Teilnehmerin

Es ist eine bunt gemischte Gruppe. Zwölf Frauen hören gespannt Atur zu. Atur ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die fest mit beiden Beinen im Leben steht. An je drei Tagen pro Woche über einen Zeitraum von zwei Monaten bringt sie Frauen das Nähen bei. 50 Unterrichtsstunden sind es insgesamt.

Sie stellen Accessoire für Hochzeitsfeiern her. Atur vermittelt den Teilnehmerinnen Fertigkeiten beim Nähen. Doch geht es um mehr: Die gemischte Zusammensetzung der Gruppe soll den sozialen Zusammenhalt stärken.

Die Frauen kommen aus der gleichen Nachbarschaft. Doch sind sie sich fremd. Ein Teil der Teilnehmer kommt aus dem Dorf Sharia. Der andere Teil aus dem Flüchtlingslager Sharia. Es sind ortsässige Frauen (Inlandsflüchtlinge) und jesidische Frauen – vom IS verschleppt. Der Kurs soll helfen Vorurteile gegen den anderen abzubauen.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation CAPNI und der ortsansässigen „Sharia Women Society“ wird dieses Schulungsprogramm durchgeführt.

Wir sind dankbar über solche Projekte. Nicht nur praktische Fähigkeiten werden vermittelt. Die Begegnungen zwischen den Frauen hilft auch, dass das Vertrauen innerhalb der irakischen Gesellschaft wieder wächst.

Unser Dank gilt allen Freunden des Hilfsbundes, die durch ihre Spende solche Projekte erst ermöglichen.

 

 

 

Die Regierung des Libanon hat angekündigt, fällige Anleihen in Höhe von 1,2 Milliarden nicht zurückzuzahlen. Nach Jahrzehnten von Missmanagement und Korruption ist die Lage seit vergangenem Oktober eskaliert. Das Land steht unmittelbar vor dem Kollaps.

Auf diesem Hintergrund hat sich Rev. Mgrditch Karagoezian, Präsident der Armenisch-Evang. Kirchenunion im Nahen Osten, mit einem Hilferuf an den Hilfsbund und andere internationale Partner gewendet.

Die Arbeit der Kirche ist durch die wirtschaftliche Situation stark betroffen. Immer mehr Betriebe im Land schließen, die Arbeitslosigkeit geht auf 40% zu, Gehälter werden gekürzt. Gleichzeitig schnellen die Lebenshaltungskosten in die Höhe, die libanesische Währung verliert massiv an Wert und Banken zahlen kaum noch Geld aus.

Die Familien müssen ums  Überleben kämpfen – Geld für anderes bleibt kaum. Deshalb sind nicht nur die Einnahmen in den lokalen Gemeinden eingebrochen; die Arbeit der Sozialkomitees der Kirche, die sich um syrische Flüchtlinge und verarmte libanesische Familien kümmern, kann kaum noch aufrechterhalten werden. Betroffen sind auch die verschiedenen Einrichtungen der Kirche, die EC-Jugendarbeit, Freizeitlager …  Am stärksten trifft es die armenisch-evang. Schulen – sie hatten schon vor der Krise finanzielle Probleme. Jetzt kann sich kaum noch eine Familie die Schulgebühren leisten. Somit können die Lehrergehälter nicht mehr bezahlt werden. Die segensreiche Bildungsarbeit der Kirche, die Generationen von Schülern geprägt hat, ist existentiell bedroht.

Aufgrund dieses Hilferufes haben wir vom Hilfsbund unserer Partnerkirche erneut unsere Rückendeckung, unsere Gebete und unsere Unterstützung zugesagt!

Finanziell unterstützen wollen wir in den kommenden Monaten konkret: 1 Schule, 1 Stelle eines jungen Pastors, 1 Sommerlager für Kinder – sowie das armenische-evang. Internat in Anjar, dem wir schon lange verbunden sind.

Für alle finanzielle Hilfe dabei mit dem Stichwort „Libanon“ sind wir dankbar! (Christl. Hilfsbund i.O. e.V. IBAN DE50 5206 0410 0004 1211 20). 

Rev. Karagoezian schließt sein Schreiben an uns mit dem Worten: „Wir gehen im Libanon durch Tage großer Unsicherheit und Entmutigung. Wo man auch hinsieht: Die Sorge ist den Menschen ins Gesicht geschrieben. Die um sich greifende Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung erinnert uns an die Dringlichkeit unseres Dienstes als Kirche in der Welt. Unsere Hoffnung ist das unerschütterliche Fundament, das wir haben: Jesus Christus. Angesichts des schwierigen Weges, der vor uns liegt, wollen wir unsere Augen auf ihn gerichtet halten, und angesichts der wachsenden Schwierigkeiten unseren Einsatz verdoppeln, genau hier an diesem Ort und zu dieser Zeit seine Zeugen zu sein!“

(frei übersetzt und gekürzt: Andreas Baumann)

Am 22.Februar fand das erste ökumenische Studententreffen in Aleppo statt. Die Räumlichkeiten einer griechisch-orthodoxen Kirche wurden für diesen Abend genutzt. 194 Studenten nahmen teil. Pfarrer Eid Hanna war der Referent.

Das Thema für des ersten Treffens lautete: “Herausforderungen für christliche Studenten in der heutigen Zeit- Herausforderungen für den Glauben, Herausforderungen durch Globalisierung, Wirtschaftliche Herausforderungen” 

Nach dem Vortrag diskutierten die Studenten in Kleingruppen über die drei Herausforderungen und was diese konkret für ihr Leben bedeuten. Am Ende des Abends bekam jeder Studierende einen Kalender und einen finanziellen Zuschuss. Je nach persönlicher Notlage gab es zwischen 20-50 Euro für die Studierenden.

“Ein Großteil der Stundeten sind Inlandsflüchtlinge. Wir haben auch nun einige Studenten aus Idlib, Rakka und Qamischli als Teilnehmer. Das liegt an den militärischen Interventionen der Türkei in Nordsyrien.”, sagte Dr. Jany Haddad, der Gründer und Organisator des Studententreffens

Zwei weitere Treffen wird es jeweils im März und April geben.

Der Hilfsbund freut sich sehr darüber und wir sind Gott dankbar, dass trotz aller Unruhen, die es noch immer in Syrien gibt solche Initiativen für die syrische Jugend möglich sind.

 

 

Am gestrigen Tage besuchte Pfarrer Harout Selimian die Hilfsbund-Geschäftsstelle in Bad Homburg. Bei seiner Reise durch Deutschland wird Pfarrer Harout Selimian von Enno Haaks, dem Generalsekretär des Gustav Adolfwerks begleitet.

Harout Selimian ist Pfarrer und Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien.

Die Evangelische Kirche Deutschland ruft am 8.März, dem Reminiszere Sonntag, alle Kirchengemeinden auf für notleidende Christen in Syrien zu beten.

Aus gegebenem Anlass wird Pfarrer Harout Selimian im Berliner Dom am 8.März beim zentralen Gottesdienst mitwirken.

In den Gesprächen mit Geschäftsführer Andreas Baumann ging es in erster Linie um die anhaltende schwierige Situation von Schülern in Syrien. Durch den ausgefallenen Unterricht während des Krieges besteht bei vielen Schülern ein großer schulischer Nachholbedarf, so Pfarrer Harout Selimian. Zudem hat die syrische Regierung die Lehrergehälter angehoben.

Pfarrer Harout Selimian bat Geschäftsführer Andreas Baumann sich auch weiterhin für die Jugend in Syrien und den Erhalt von christlichen Kirchen einzusetzen.

Auch in diesem Jahr wird der Hilfsbund die Kinder und Jugendarbeit Arbeit der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien unterstützen. Weitere Infos dazu finden Sie auf unserer Homepage unter dem Reiter Syrien.