Am vergangenen Wochenende konnten die Internatskinder wieder zurück nach Anjar ins Internat. Nach dem Weihnachtsferien hätten die Kinder zurück in Anjar sein sollen. Das wäre am 8.Januar gewesen. Doch verhängte die libanesische Regierung einen kompletten “Lockdown”. Geplant war es die Kinder Anfang März wieder ins Internat zu holen. Doch die Rückkehr verzögerte sich wegen erneuten Protesten und Straßensperren im Libanon. Erst jetzt war es möglich die Kinder wieder ins Internat zu holen.

Die Internatsleiterin Nanor Kelenjian Akbasharian schrieb uns über den Tag der Rückkehr Folgendes:

“Der Tag, an dem wir die Kids aus Beirut zurückholten, war ein stressiger Tag. Demonstranten blockierten die Straßen; teilweise mit brennenden Reifen. Die Menschen sind wütend auf unsere korrupten Politiker und verzweifelt über die schwere wirtschaftliche Krise in der der Libanon steckt. Das libanesische Pfund, unsere Währung, hat diese Woche ein Rekordtief erreicht … Leider ist die Lage sehr ernst.

Die Kinder holten wir im Innenhof der armenisch-evangelischen Schule in Bourj Hamoud (in Beirut) ab. Dort wurden sie mit  PCR Test auf Corona getestet. Alles lief nach Corona-Hygiene Vorschriften ab. Außerdem gab es für die Kinder noch eine Routineuntersuchung im Howard Karagheusian Zentrum; ganz in der Nähe der Schule.  Auch eine besondere Begegnung gab es an diesem Tag im Karagheusian Zentrum: Die Ministerin für Jugend, Vartine Ohanian, war dort zu gegen. Wir erzählten ihr von der Internatsarbeit und welch ein Segen das Internat für die Kinder ist. Am Ende des Tages bekamen wir die PCR Testergebnisse (alle Kinder waren negativ) und durften wieder nach Anjar zurückfahren. Gott sei Dank!”