Am gestrigen Tage besuchte Pfarrer Harout Selimian die Hilfsbund-Geschäftsstelle in Bad Homburg. Bei seiner Reise durch Deutschland wird Pfarrer Harout Selimian von Enno Haaks, dem Generalsekretär des Gustav Adolfwerks begleitet.

Harout Selimian ist Pfarrer und Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien.

Die Evangelische Kirche Deutschland ruft am 8.März, dem Reminiszere Sonntag, alle Kirchengemeinden auf für notleidende Christen in Syrien zu beten.

Aus gegebenem Anlass wird Pfarrer Harout Selimian im Berliner Dom am 8.März beim zentralen Gottesdienst mitwirken.

In den Gesprächen mit Geschäftsführer Andreas Baumann ging es in erster Linie um die anhaltende schwierige Situation von Schülern in Syrien. Durch den ausgefallenen Unterricht während des Krieges besteht bei vielen Schülern ein großer schulischer Nachholbedarf, so Pfarrer Harout Selimian. Zudem hat die syrische Regierung die Lehrergehälter angehoben.

Pfarrer Harout Selimian bat Geschäftsführer Andreas Baumann sich auch weiterhin für die Jugend in Syrien und den Erhalt von christlichen Kirchen einzusetzen.

Auch in diesem Jahr wird der Hilfsbund die Kinder und Jugendarbeit Arbeit der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien unterstützen. Weitere Infos dazu finden Sie auf unserer Homepage unter dem Reiter Syrien.

Anfang Februar reisten Geschäftsführer Andreas Baumann und Projektleiter Lukas Reineck nach Beirut. Sie trafen sich mit Vertretern der Armenisch-Evangelischen Kirche im Libanon. Ein Besuch an der  NEST – (Near East School of Theologie) einer theologische Ausbildungsstätte in Beirut – stand auch auf dem Programm. Verschiedene protestantische Kirchen aus Syrien, dem Libanon, Armenien aber auch Afrika schicken dort ihren theologischen Nachwuchs zur Ausbildung.

Es kam u.a. zu einem Treffen mit Pfarrer Dr. Paul Haidostian, dem Präsidenten der Armenischen Universität Haigazian in Beirut. Im Büro der Kirchen UNION der Armenisch-Evangelischen Kirche trafen sich die Hilfsbundvertreter mit Pfarrer Karagoezian, dem Präsidenten der Armenisch-Evangelischen Kirchen UNION im Libanon. Dabei war auch Pfarrer Raffi Messerlian. Er leitet die Nor Marash Gemeinde in Burj Hammoud, dem armenisches Viertel in Beirut.

Hintergrund der Gespräche war die finanziell unsichere Situation der Armenisch-Evangelischen Schulen. Gerade ist im Libanon Revolution. Der Staat ist so gut wie bankrott. Einige Banken im Libanon geben nur noch bis zu 50$ pro Woche an Privatpersonen aus. Die Armenisch-Evangelischen Schulen trifft die momentan Situation heftig. Vor zwei Jahren hatte der libanesische Staat die Lehrergehälter an Schulen im ganzen Land erhöht. Christliche Schulen sind im Libanon Privatschulen. Für sie ist es fast unmöglich die vom Staat geforderten Lehrergehälter zu zahlen.

Umso ermutigender war es zu sehen, wie Pfarrer Hagob Akbasahrian mit verschiedenen Projekten und Fundraising versucht die Armenisch-Evangelische Schule in Anjar finanziell zu stärken und gleichzeitig auch fit für die Zukunft zu machen.

Auch in diesem Jahr wird der Hilfsbund wieder sein Möglichstes tun, um dem Armenisch-Evangelischen Internat und der daran angeschlossenen Schule unter die Arme zu greifen.

 


Zur Notiz: Bedingt durch die Corona-Pandemie hat der libanesische Staat nun veranlasst alle Schulen im Lande bis zum 8.März zu schließen.

“Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lädt auch im Jahr 2020 alle Kirchengemeinden in ihrem Bereich sowie in anderen Konfessionen dazu ein, am zweiten Sonntag der Passionszeit (Reminiszere, 08. März 2020) für bedrängte und verfolgte Christen zu beten. Eine entsprechende Materialsammlung stellt den Gemeinden Informationen über die Lage von christlichen Minderheiten und liturgische Bausteine zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Fürbitte 2020 ist die Situation der Menschen in Syrien.“, heißt es auf der Homepage der EKD.

Die Informationsmaterialien finden Sie unter folgendem Link:

https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/reminiszere_2020_syrien.pdf

Auch Partner des Hilfsbundes kommen in der Informationsbroschüre zu Wort. So Pfarrer Haroutune Selimian , Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche in Syrien und Pfarrer Dr. Paul Haidostian, Präsident der Haigazian Universität in Beirut.

“Gestatten Sie mir, etwas Entscheiden des anzumerken. Wenn Christen im Westen uns fragen, warum wir immer noch im Nahen Osten leben und nicht längst emigriert sind, dann entmutigen sie uns damit. Wer immer wieder mit dieser Vorstellung „es gibt keine Zukunft für das Christentum im Nahen Osten“ konfrontiert wird,
ist nicht mehr pro aktiv und resigniert irgendwann. Was die Christen im Nahen Osten viel mehr brauchen, ist eine klare Ermutigung.”, sagt Pfarrer Dr. Paul Haidostian im Interview mit einer Mitarbeiterin der EKD

Ein entscheidender Teil unserer Arbeit ist die Ermutigung unserer Partner und Freunde im Nahen Osten. Regelmäßig für unserer christlichen Geschwister im Nahen Osten zu beten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

Leider erreichte uns in diesen Tagen eine traurige Nachricht aus Syrien: In Aleppo wird wieder gekämpft. Momentan sammeln sich dort russische Soldaten, um gegen die Rebellen in der Region Idlib vorzugehen. Durch das Vorgehen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten werden die Kämpfe noch heftiger, vermutet Pfarrer Haroutune Selimian – Präsident der Armenisch-Evangelischen Kirche aus Aleppo. Vor ein paar Tagen schickte er uns Bilder aus Aleppo und schrieb dazu folgendes:

„Ein weiterer blutiger Tag in Aleppo. Seit dem 11.Januar gibt es in den bekannten Vororten Aleppos Minian, Neues Aleppo, Nil&Sebil und Sekkari heftige Kämpfe. So beschossen terroristische Gruppen die unmittelbare Nachbarschaft rund um den Internationalen Flughafen von Aleppo. Dabei wurden Häuser im Viertel Minian heftig beschädigt. Am 12.Januar gab es mehrer Angriffe auf Vororte Aleppos. Dabei verloren sechs Zivilisten ihr Leben und 25 wurden schwer verletzt.

Weitere Angriffe folgten am Donnerstag (16.Januar). Drei Raketen wurden auf das Viertel Al-Sukarri in Aleppo abgefeuert. Sechs Menschen starben und 15 weitere wurden verletzt .Es liegt jetzt an der Regierung sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit unbewaffneter Zivilisten in Aleppo zu garantieren.“

Bitte beten Sie mit uns, dass sich die Lage in Aleppo sehr bald beruhigt!

Am vergangenen Wochenende fand die JUMIKO 2020 (Jugend Missions Konferenz) in Stuttgart statt. Wie im letzten Jahr, war der Hilfsbund wieder mit einem Stand dabei. Die beiden Projektkoordinatoren Matthias Schüttler und Lukas Reineck betreuten den Stand. Übersehen konnte man den Stand kaum – alles war in knalligem Orange gehalten. Viel wurde über die Einsatzländer Syrien, Libanon, Armenien und Irak gesprochen. Interessiert waren die Standbesucher häufig an einem praktischen Einsatz.

Immer wieder kamen Jugendlichen an den Stand und fragten: “Kann man bei Euch einen Kurzzeit-Einsatz machen?”

Solch eine Anfrage hat die Hilfsbundmitarbeiter gefreut. Und JA! es ist möglich in unserem Projektland Armenien einen Kurzzeiteinsatz zu machen.

Falls du daran Interesse hast und weitere Infos möchtest, kannst du gerne Lukas Reineck eine Mail schreiben: lukas.reineck@hilfsbund.de

 

 

 

 

 

Ein Winter im Libanon kann kalt und unangenehm sein. Das armenisch-evangelische Internat Anjar liegt in der Bekaa-Ebene – 900m über dem Meeresspiegel.

Im Winter heißt es dort: „Leise rieselt der Schnee …“ Anders als in Beirut kann es hier weiße Weihnachten geben. Für die Kinder des Internats ist es dann ganz schön – kalt. Zwar können Schneemänner gebaut und Schneeballschlachten ausgetragen werden, doch es muss auch geheizt werden. Wir wollen, dass es die Kinder im Internat warm haben. Helfen Sie uns dabei?

Wir unterstützen unsere Partner des armenisch-evangelischen Internats im Libanon bei dieser Weihnachtsaktion. Wer also helfen will und eine deutsche Spendenbescheinigung braucht, kann dafür überweisen an:

Christl. Hilfsbund i.O. e.V.
IBAN: DE50 5206 0410 0004 1211 20
Stichwort “Weihnachtsaktion Anjar”

Jeder Beitrag ist willkommen. Seien Sie also Teil dieses wichtigen Weihnachtsprojekts.

Auch in diesem Jahr dürfen wir uns über eine besondere Weihnachtsaktion freuen. Familie Wiech verkauft Weihnachtsbäume im Hochschwarzwald. Für jeden verkauften Baum werden 2 Euro in die Internatsarbeit der armenisch-evangelischen Kirche im Libanon investiert. Der Hintergrund ist folgender:

Im Libanon rumort es gewaltig. Das Land, das halb so groß ist wie Hessen, erlebt eine Revolution. Die Preise für Benzin und für Nahrungsmittel sind seither gestiegen – die Preise für Eier haben sich fast verdoppelt. Das trifft den ganz normalen Haushalt einer Familie, aber auch Schulen, Altenheime oder Erziehungseinrichtungen. Das armenisch-evangelische Internat in Anjar, einem Ort in der Bekaa-Ebene, ist davon betroffen. Das Jungen- und Mädcheninternat liegt in der Nähe der syrischen Grenze. Die Kindern aus sozial benachteiligten Familien erleben hier Annahme und Fürsorge. Sie haben die Möglichkeit einen Schulabschluss zu machen. Damit sie gut ins Leben starten.

 


Falls Sie noch einen Weihnachtsbaum für dieses Jahr brauchen und in Süd-Baden wohnen, lohnt sich ein Besuch bei einem Stand von Familie Wiech. Die Bäume sind beste Qualität.

An folgenden Standorten finden Sie Verkaufsstände von Familie Wiech:

79822 Titisee-Neustadt beim Lidl neben Autoteile Rösler, Donaueschinger Straße 4, Öffnungszeiten: Donnerstag 19.12. von 14 Uhr bis 17 Uhr 30 und Freitag 20.12 bis Samstag 21.12. von 10 Uhr bis 17 Uhr 30

79117 Freiburg beim Tennisclub eV., Schwarzwaldstraße 179, Öffnungszeiten: ab dem 11.12. jeweils von 10 bis 18 Uhr

79110 Freiburg Mooswald, Elsässer Strasse 58 beim Bauernmarkt (Mooswaldbierstube), Öffnungszeiten Montags bis Donnerstag von 14 Uhr bis 17 Uhr 30, Freitag und Samstag von 10 bis 17 Uhr 30

79331 Teningen beim EDEKA, Tscheulinstraße 2, Öffnungszeiten: Samstag 7.12. und ab dem 11.12. jeweils von 10 bis 18 Uhr

79877 Friedenweiler bei Familie Wiech, Prinz-Max-Allee 48, Immer samstags und nach telefonischer Rücksprache 07651/ 20 19 18 0

Schauen Sie selbst einmal auf die Homepage von http://www.wie-wild-gewachsen.de/. Hier erfahren Sie mehr zum Verkauf und der besondern Aufzucht der Bäume.

 

Jedes Jahr werden wir durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft. Dieser stellt sicher, dass wir ordentlich mit den uns anvertrauten Spenden umgehen. Nun haben wir wieder das Spenden-Prüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz bis 2022 erhalten. Darüber freuen wir uns. Es ist ein Zertifikat, welches Spendenwerke auf deren transparentes Arbeiten hin prüft.

Dieses Spenden-Prüfzertifikat steht für folgendes:

“Dieses Spendensiegel der Deutschen Evangelischen Allianz belegt den vom Spender gewünschten, wirtschaftlichen und sachgemäßen Umgang mit den von ihm zur Verfügung gestellten Mitteln
und wird nur nach gründlicher Wirtschaftsprüfung durch unabhängige Gutachter vergeben.”

Lesen Sie mehr auf der Homepage der Deutschen Evangelischen Allianz

https://www.ead.de/ueber-uns/netzwerk-und-struktur/werke-und-verbaende/erteilte-spendenpruefzertifikate/

Seit fast zwei Monaten wird im Libanon protestiert. Die UNION der armenisch-evangelischen Kirche im Libanon ist besorgt. So schrieben sie uns vor ein paar Tagen folgendes:

“Die Situation in unserem Land verschlechtert sich von Stunde zu Stunde. Die Anspannung der Menschen ist überall im Land zu spüren. Die Menschen fürchten sich vor der ungewissen Zukunft des Libanons.” 

Vor ein paar Tagen traf sich die Jugend von “Entschieden für Christus im Libanon” um gemeinsam zu beten. Ihre Gedanken und ihre Gefühle haben sie niedergeschrieben. Diese richten sich an die libanesischen Politiker, die Menschen auf den Straßen und an Gott. Als Gebete formuliert wurden diese in einem Gottesdienst vorgetragen.

 


Lesen Sie hier ein paar Auszüge der niedergeschriebenen Gedanken:

An die Politiker:

“Möge Gott Euch vergeben.”

“Was auch immer ihr heute besitzt wird morgen vielleicht nicht mehr da sein. Denkt darüber nach!”

“Seid fair und gerecht. Hört auf die Menschen. Gebt zu, wenn ihr Fehler macht.”

“Möge Gott Euch seinen Geist, Weisheit und Gerechtigkeit schenken”

 

An die protestierenden Menschen:

“Bleibt stark. Bleibt vereint.”

“Vertraut darauf, dass Gott mit Euch ist.”

“Vertraut auf Jesus und er wird helfen, dass ihr Eure guten Ziele erreicht”

“Bleibt vereint. Veränderung wird kommen”

 

An Gott:

“Hab Gnade mit den Menschen und mit den Politikern.”

“Bewahre die Menschen im Libanon.”

“Herr du bist unser Fels. Möge Dein Frieden herrschen.”

“Ich gebe Dir meine Zukunft und was auch immer passieren wird. Dein Wille geschehe!”

 

Beten Sie mit den Menschen im Libanon. Sie gehen durch keine einfache Zeit. Sie brauchen unsere geistliche Unterstützung.

Im Libanon rumort es gewaltig. Das Land, das halb so groß ist wie Hessen, erlebt eine Revolution. Der Nachbarstaat von Syrien und Israel ist seit mehr als 20 Tagen wie gelähmt. Das Fass zum Überlaufen brachte ein Vorschlag der Regierung, die Nutzung von WhatsApp zu besteuern.” 

Projektbegleiter Lukas Reineck war Ende Oktober im Libanon. In diesem Artikel schreibt er über seine Eindrücke aus Beirut und aus der Bekaa-Ebene. Noch ist nicht klar, wie die Revolution ausgehen wird. Doch lesen Sie selbst!

https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2019/11/08/eine-revolution-sieht-anders-aus/