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Mit einem Jahr Verspätung – weil 2009 die Parlamentswahlen dazwischenkamen – feierte Anjar im August 2010 sein siebzigstes Jubiläum. Man gedachte auch des 95. Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern und erinnerte an die heldenhafte Verteidigung der Bewohner der Dörfer vom Musa Dagh und an ihre Rettung durch
französische Kriegsschiffe. Die Bewohner des Musa Dagh waren 1939 dann unter dem Schutz der Franzosen in den Libanon nach Anjar gekommen. Was einst eine elende, von Malaria verseuchte Flüchtlingssiedlung war, ist nun ein blühender Luftkurort und wegen seiner omajjadischen Ruinen und der Gaststätten an den Quellen eine touristische Attraktion geworden.
Zu den Feierlichkeiten, die insgesamt zwei Wochen lang dauerten, waren viele Musa-Dagh-Armenier aus dem Ausland angereist. Zum Höhepunkt der Feiern kamen der Katholikos der Diaspora-Armenier, Aram I., der Präsident von Karabach, Pago Sahagian, und Armeniens Ministerin für Diasporafragen, Heranusch Hagopian, angereist. Letztere verlieh dem Christlichen Hilfsbund wie auch anderen Organisationen für die Verdienste um die Anjar-Armenier eine Anerkennungsurkunde des Armenischen Staates. Auch die Ortsverwaltung von Anjar würdigte die Arbeit des Hilfsbunds durch eine Urkunde und eine Brosche mit dem Denkmal vom Musa Dagh.